Truppenübungsplatz? Derzeit würde ich mich freuen, wenn er dort wäre. Und nicht viele Tausend Kilometer mehr im Einsatz.

Dennoch ist mir schon so manches Mal aufgefallen, was mir alles fehlt, wenn mein Göttergatte mal nicht nach Hause kommt. Hier nun 5 Dinge, die mir spontan einfallen:

1. Keiner räumt den Geschirrspüler aus

Ich kann euch nicht erklären warum, aber ich bin eigentlich kein großer Fan davon. Dabei kann ich das ganz gut innerhalb von 2 Minuten erledigen während zum Beispiel das Wasser für die heiß und innig geliebten Nudeln kocht. Es kommt aber tatsächlich mal vor, dass sich das Geschirr oben schon stapelt, weil ich den verdammten Geschirrspüler einfach nicht ausräume.

2. Keiner legt mir die Wäsche zusammen

Ich sortiere sie. Ich wasche sie. Ich hänge sie auf oder schmeiße sie in den Trockner. Aber etwas was ich wirklich hasse und sehr, sehr ungern mache, ist Wäsche zusammenlegen. Wir haben 6 Wäschekörbe. Und ja, ich habe es schon geschafft, dass alle 6 knacke voll mit frisch gewaschener Wäsche sind. Ja, ab und an, raffe ich mich auf und stapel alles fleißig um mich herum auf. Aber wenn mein Mann das macht, ist mir das noch lieber.

3. Niemand zum Kuscheln

Da ist zwar immer noch unser Sohn, der ab und an kuscheln möchte. Aber das ist schon deutlich anders als mit meinem Mann. Unser Sohn drückt mich kurz und schon ist er wieder auf und davon. Oder er quasselt ohne Punkt und Komma (Von wem er das wohl hat?). Ich liege so gern mit meinem Mann Sonntag nach dem Mittag auf dem Sofa. Da wird stillschweigend gekuschelt und der Fernseher läuft im Hintergrund. Einschlafen ist erlaubt!

4. Keiner, der mal das Kind 30 Minuten beschäftigt

30 Minuten Ruhe kann so schön sein. Ohne Wäsche, ohne Kochen, ohne Kind. Einfach nur man selbst sein, ein Buch lesen oder lustlos durchs Programm zappen. Ist mein Mann zu Hause, geht er mit dem Kind mal zum Spielplatz. Oder baut mit ihm irgendwas (Sieht voll putzig aus, wenn der Kleine den Staubsauger an den Bohrer hält, um dem Papa zu helfen). Oder die beiden gehen spazieren und bringen dabei Pappe oder Altglas weg. Einfach nur damit die Mama mal durchatmen kann.

5. Keiner, der einem wichtige Termine abnimmt

Handwerker, Kinderarzt, Kinderzahnarzt, Elterngespräche, Anwalt und so weiter und sofort. Es gibt so viele Termine, die man sich innerhalb einer Ehe für gewöhnlich teilt. Legen wir an dieser Stelle das Augenmerk auf „für gewöhnlich“. Bei der Bundeswehr kam es bisher nur all zu oft vor, dass wir uns Termine brüderlich aufteilten und im Kalender vermerkten, und mich dann mein Mann schwesterlich über den Tisch zog, da er Lehrgänge oder andere dienstliche Termine hatte. Ja, der eine oder andere Truppenübungsplatz machte uns da auch schon einen Strich durch die Rechnung. Fragt lieber nicht wie viel Urlaub und Überstunden schon drauf gingen und wie oft ich schon Home Office machte, um alle Termine alleine zu bewältigen.

Eigentlich ein 6. Punkt

Ist mein Mann auf dem Truppenübungsplatz – oder wie jetzt im Einsatz – dann fehlt mir schlicht und einfach mein Mann. Kein Videochat, Mail oder Brief kann die lebende Person an deiner Seite ersetzen.