Immer wenn ich mir einen Butternut-Kürbis hole mache ich nicht nur leckere Butternut-Kürbissuppe daraus, sondern direkt auch Brot. Meist habe ich dann so viel, dass ich entweder was mit auf Arbeit nehme oder einfriere.

Und heute teile ich mit euch mein Rezept für solche gelblastige Minibrote 😉

Vom Geschmack her, sind sie den Brioche gar nicht so unähnlich. Man kann ihn auch mit Milchbrötchen vergleichen. Dazu passt perfekt Erdbeer-Marmelade oder auch Apfel-Ingwer-Marmelade.

Zutaten:

  • 300 g Butternut-Kürbis
  • 450-500 g Mehl (warum so ungenau? dazu komme ich später)
  • 1 Packung Dr. Oetker Trockenhefe (Auch hier gibt es noch das Warum später)
  • 2 EL braunen Zucker
  • 1 TL Salz
  • 1 Ei
  • 70 g Butter
  • Milch
  • Kürbiskerne

Leipziger Mama - Kürbisbrot

Zubereitung:

Den Butternutkürbis putzen und grob in Würfel schneiden. Nun mit etwas Wasser im Topf weich kochen. Sobald der Kürbis weich ist, das Wasser abgießen und die Butter dazu geben. Alles ordentlich mit dem Pürierstab bearbeiten. Es sollte ein sämiges Kürbispüree entstehen. Beiseite stellen.

Leipziger Mama - Kürbisbrot

450 g Mehl, braunen Zucker, Salz und Hefe vermengen. Das Kürbispüree sowie das Ei dazu geben und mit den Knethaken ordentlich bearbeiten bis ein Glatter Teig entsteht.

So, und nun gibt es auch meine Hinweise zu Mehl und Hefe.

1. Es kann sein, dass der Teig noch zu feucht ist und euch immer wieder an den Händen kleben bleibt. Daher könnt ihr je nach Bedarf weiteres Mehl untermengen.

2. Meine Großtante hatte ein Rezept für ihren Streuselkuchen, das keiner von uns auch nur annähernd so wie sie hinbekam. Meine Mutter traute sich irgendwann zu fragen wie sie denn ihren Kuchen so gut hinbekommen würde. Ihre Antwort war wirklich simpel. Sie nahm immer die Produkte von Dr. Oetker, Markenbutter und eben ganz viel Geduld. Daher nehme ich auch heute noch die Trockenhefe von Dr. Oetker. Denn erst seit ich diese einsetze und mich strikt an die Vorgaben vom Tantchen halte, klappt es auch mit dem Hefeteig fast immer.

Leipziger Mama - Kürbisbrot

Der Teig sollte nun nicht mehr zu feucht sein und auch nur mässig klebrig.

Ihr könnt ihn nun also auf eure Mini-Brotform verteilen oder ihr formt kleine Brötchen. Wenn ihr so wie ich eine Form verwendet, habt ihr mit dem Rezept genug, um zwei davon zu füllen. Leider hatte ich – als ich diese Bilder schoss – meine Muffinform verliehen. Daher nahm ich meine Nilpferd-Cookie-Form. Das machte die Brote aber umso lustiger. Füllt die Form zu 1/3 – 1/2. Ich forme meist erst Kugeln in der Hand um ungefähr abschätze zu können, ob ich immer eine einheitliche Menge je Mini-Brot habe.

Leipziger Mama - Kürbisbrot

Nun müssen die Brote für 60 Minuten ruhen. Am besten zugedeckt an einem warmen Ort.

Ich selbst nutze dafür immer den Ofen. Dort stelle ich Umluft, 50°C ein und klemme einen Löffel in die Tür, um für genügend Luftzirkulation zu sorgen. Ja, ich weiß, nicht gerade energiesparend. Da mein Mann aber der Meinung ist, dass seine Familie mit 21° Raumtemperatur sich pudelwohl fühlt und bei einem Grad mehr schon – so wie er – den Hitzetod sterben würde, ahnt ihr sicher schon, dass es dem Hefeteig genauso wenig gefällt wie meinem Sohn und mir. Daher darf er eben für 60 Minuten zum Ruhen und Aufgehen in den Ofen. Man, hat der es gut.

Nach den 60 Minuten erkennt ihr auch, warum ihr die Formen nicht ganz füllen solltet. Denn der Teig hat sich seinen Weg mächtig nach oben gesucht.

Nehmt jetzt etwas Milch (Ca. 3 EL) und einen Pinsel. Bepinselt die Brote vorsichtig. Mein Sohn hatte mal unsere so attakiert, dass die 60 Minuten gehen lassen total für die Katz waren. Wir hatten nur noch Fladen.

Leipziger Mama - Kürbisbrot

Abschließend könnt ihr die Brote mit Kürbiskernen bestreuen. Mein Kleiner mag die nicht. Daher lasse ich sie meist bei einem Teil weg.

Und ab geht es in den vorgeheizten Ofen. Ca. 20-25 Minuten bei 175°C Ober-Unterhitze. Bitte nehmt keine Umluft! Ich Schussel hatte das mal vergessen und dann sehr trockene Brote. Ich empfehle euch einen ersten Blick nach 20 Minuten zu riskieren. Die Kürbisbrote sollten Goldbraun sein. Erscheinen sie euch zu dunkel, solltet ihr sie lieber eher als zu spät rausholen 😉

Lasst es euch schmecken.

Leipziger Mama - Kürbisbrot