Endlich mal ein Probenähen, wo ich euch auch recht zeitnah mal ein Ergebnis hier im Blog präsentieren kann.

Ich durfte erstmals für roliella aktiv werden und freute mich tierisch darüber, denn ich plante so oder so mir einen Cardigan zu nähen. Tja. Aus einem wurden dann drei 😀

Leipziger Mama - Cardigan LoreLaj von roliella

Über den Schnitt LoreLaj von roliella

Der Cardigan ist lässig geschnitten und lässt eine Menge Spielraum.

Zum Beispiel kann der Cardigan mit und ohne Kragen genäht werden. Auch eine Fakekapuze gehört zum Schnittmuster.

Taschen vorne? Hier gibt es mehrere Varianten. Mit Eingriff oder oben drauf gesteppt. Oder wie ich es machte: Ganz ohne.

Was mir sehr gefällt sind die Trennungen vorne und an den Ärmeln. So wird aus einem gemusterten Stoff kein überladen erscheinender Cardigan. Sondern man kann hier dezente Akzente setzen.

Laut Schnitt sollte der Cardigan mit Bündchen umsäumt werden.

Leipziger Mama - Cardigan LoreLaj von roliella

Die Stoffwahl für den Cardigan LoreLaj

Wie es sich für ein Probenähen gehört, wurde der Schnitt mit verschiedenen Stoffen getestet.

Ich selbst entschied mich für drei Varianten.

Stoffwahl #1: grauer Sommer-Sweat und gesteppter Jaquard-Jersey

Der Stoff ist tatsächlich perfekt für diesen Schnitt.

Leicht dehnbar, damit man auch die Ärmel etwas höher schieben kann.

Super-Kuschelig, womit auch als Übergangsjacke, etwas zum Überschmeißen im Sommer oder zum Einkuscheln im Winter geeignet.

Ich habe diese erste Variante mit einem Jersey-Schrägband umsäumt. Dafür habe ich übrigens fast 5 Meter davon benötigt.

Da mir zu diesem Zeitpunkt weder die Fakekapuze noch der Kragen sonderlich gefielen, verzichtete ich darauf. Auch die Taschen waren mir zu dem Zeitpunkt einfach noch zu wuchtig. Dafür war der schlichte Versuch ideal, um sich mit dem Schnitt vertraut zu machen.

Die Stoffe erwarb ich im Stoffladen meines Vertrauens in der leipziger Innenstadt. Der gesteppte Jaquard-Jersey hatte einen deftigen Preis. Aber das war er mir für dieses Projekt alle mal wert. Durch den grauen Sommersweat wird er sogar noch einen Tick schicker.

Leipziger Mama - Cardigan LoreLaj von roliella

Stoffwahl #2: Ikea Decke Gurli

Das ist wohl bisher meine ungewöhnlichste Stoffwahl. Aber ich hatte mich von jetzt auf gleich in diese Decke – ja, Decke – verliebt und wollte sie unbedingt für diesen Cardigan verarbeiten.

Da es sich dabei um einen groben Strickstoff handelt und ich bisher schlechte Erfahrungen damit gemacht habe, ging ich vorsichtig vor. Nach dem Zuschnitt umsäumte ich sämtliche Schnittteile mit der Overlock. Die Stellen, die ich später miteinander verbinden würde und die starker Belastungen ausgesetzt sein müssten, habe ich mit einem schmalen Streifen Bügelvlies umrandet. Die Nähte selbst waren auf der späteren Außenseite und wurden statt mit einem Geradstrich mit einem Zick-Zack-Stich genäht.

Um sie optisch aufzuwerten kamen auf sämtliche Nähte schwarzes Webband. Das machte mir bei den Ärmeln zwar ein paar Probleme. Aber auch das klappte. Das Webband steppte ich übrigens mit 3 Nähten (Mitte sowie links und rechts knappkantig) auf den Stoff. Damit ist der Cardigan auch beidseitig tragbar. Sollte ich also mal einen Fleck drauf haben, kann ich den schnell verschwinden lassen 😀

Umsäumt wurde mit einem schwarzen Schrägband.

Ich habe von dem Bügelvlies (ca. 1cm breit) gut 10 Meter benötigt. Vom Webband und Schrägband jeweils gut 5 Meter. Die Decke ging dank meiner Fakekapuze komplett drauf.

Aber diesen Cardigan liebe ich einfach besonders. Denn mit diesem setzte ich mir ein paar Herausforderungen, die ich mit viel Geduld umsetzte.

Leipziger Mama - Cardigan LoreLaj von roliella

Stoffwahl #3: Jersey

Der karierte Jersey war ein Spontankauf bei Karstadt. Er war für 2€ den Meter im Angebot. Wundert euch also nicht, wenn ich euch künftig noch ein paar Projekte mit dem Stoff präsentiere. Denn ich liebe Karos und habe ich zugeschlagen.

Da mir das Muster bei dem Schnitt zu überladen gewesen wäre, habe ich noch einen einfarbigen, hellblauen Jersey mit kombiniert. Den hatte ich noch zu Hause und eigentlich für die Langarmshirts meines Sohnes in Reserve. Aber hier passte er einfach perfekt.

Ursprünglich hatte ich eine aktualisierte Version der Fakekapuze ebenfalls zugeschnitten. Aber das gefiel mir dann kurz vor dem Annähen nicht mehr und ich ließ diesen Cardigan Kragen- und Kapuzenlos.

Ich hatte auch geplant ein hellblau-kariertes Schrägband aus Jersey für das Säumen zu verwenden. Doch leider schaffte es der Händler einfach nicht diesen zu liefern. So besorgte ich mir im Stoffladen meines Vertrauens dunkelblaues Jersey-Schrägband. Das passt nun zum Glück sogar noch besser.

Der Stoff ist sehr leicht. Daher fällt er auf meinen Bildern auch arg locker. Doch mit einem Gürtel, den ich noch im Schrank hatte, verlieh ich meinem Cardigan zusätzlichen Pepp und kann es kaum erwarten, dass das Wetter wieder milder wird. Denn den Look würde ich nur zu gern endlich ausführen.

Leipziger Mama - Cardigan LoreLaj von roliella

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