Seit Donnerstag bangte ich selbst diesem Tag entgegen. Denn bereits am Donnerstag, dem 12.03.2020, kam mein Sohn mit all seinen Deutsch- und Mathesachen nach Hause. Ganze 8kg schleppte er heim.

Ab diesem Tag verfolgte ich sämtliche Pressemeldungen zu den Schulschließungen. Was nun mit dem 16.03.2020 amtlich ist. Nur noch Kinder mit Eltern in systemrelevanten Berufen dürfen in die Notbetreuung gegeben werden. Ich selbst arbeite als Lohnbuchhalterin und gehöre damit eben nicht zu der „begünstigten Gruppe“. Was nicht nur mich vor Herausforderungen stellt. Denn es führte heute auch zu einem intensiven Gespräch mit meinem Chef. Womit mir selbst nun noch folgende Optionen zur Verfügung stehen:

  • Home Office
  • Urlaub
  • Unbezahlter Urlaub
  • Krank machen

Ab morgen versuchen wir es mit dem Home Office. Das wird hart. Denn Home Office und Kinderbetreuung… naja, das passt nicht wirklich zusammen. Mit etwas Glück lässt mich mein Sohn ein paar Stunden am Tag arbeiten. Ansonsten führe ich in Kürze die Nachtarbeit ein 😉

Nun aber zum Grund dieses Posts

Ab heute lasse ich meinen Sohn zu Wort kommen. Wir werden hier nahezu täglich Einblick in die Coronaferienzeit bei uns daheim geben. Was wir gemacht haben, wie es mit dem Home Office klappt, ob unser Zeitplan noch umsetzbar ist und wie mein Sohn im Ganzen diese ganze Situation wahrnimmt.

Fast wie ein kleines Tagebuch 😉

#Coronaferien – Tag 1

Hallo,

ich bin Raph und ab heute zu Hause. Ich finds gut, dass ich zu Hause bin und auch, dass ich zu Hause lernen kann. Und auch, dass ich bei der Familie bin.

Heute war ich noch mal in der Schule. Gemeinsam mit drei anderen aus meiner Klasse. Wir hatten fast keinen Unterricht und durften uns ausdenken, was wir machen wollten. Zum Beispiel eine Folie oder Logicus. Zusammen mit unserer Lehrerin haben wir die Arbeitsblätter für die nächsten Tage sortiert. Am Nachmittag habe ich in der Schule noch eine Osterkarte und ein Ei-Memory gebastelt.

Meine Freundin kam mit mir nach Hause. Wir spielten zusammen mit der Nintendo Switch. Mama hatte ihr Stromkabel für den Computer vergessen und wir mussten noch mal zu ihrer Arbeit fahren.

Danach durfte ich noch ein wenig Switch spielen. Mama hat in der Zeit einen super Stundenplan für die nächsten Tage geschrieben. Ich freue mich schon sehr darauf.

Bis morgen,

euer Raph

About the Author

Teilzeit-Alleinerziehend, Teilzeit-arbeitend, manchmal überfordert, Mama eines zuckersüßen Buben, Soldatenfrau, ein wenig verrückt und mit ganz viel Herz ausgestattet.

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