Seit gestern gilt in Sachsen Maskenpflicht beim Einkaufen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich hatte es ja schon länger geahnt, diskutierte es auch mit Freunden und begann daher vor einigen Wochen mit der Behelfsmaskenproduktion. Zum Glück.

An sich bin ich über die Lockerungen begeistert. Insbesondere, da wir nun in Sachsen zumindest Tagesausflüge machen können ohne vorher zu checken, ob diese noch im 15km-Radius liegen. Vielleicht können wir dann doch noch zu meinem Geburtstag in Sachsen wandern gehen. Insbesondere, da aktuell viele Läufe und auch die 7-Seen-Wanderung abgesagt wurden, wird mir seltsamerweise noch mehr bewusst, dass ich unbedingt genau diese Art von sportlicher Motivation brauche und ersehne.

Ich habe übrigens über 50 Masken genäht und bereits seit Wochen an Familie, Freunde und Bekannte verteilt. Das klappte aber auch nur, weil mir eine liebe Nachbarin das Anzeichnen und den Zuschnitt abnahm. So musste ich nur noch stecken und nähen.

Pünktlich zur Maskenpflicht stellte ich ein Körbchen mit ca. 10 Masken in unseren Hausflur. Da bereits zum Mittag nur noch eine darin lag, macht ich mich ab dem Nachmittag an die Nachproduktion. So haben nun alle Nachbarn pro Person mindestens 2 Masken und sind damit hinsichtlich der Maskenpflicht ausgestattet.

#Coronaferien - Tag 36

Übrigens macht man sich nun mit all den Masken im Umfeld schon Gedanken. Heute musste ich eine Briefsendung abholen. Obwohl ich daheim war, konnte man sie mir wohl nicht zustellen. Jedenfalls sollte ich meinen Ausweis vorzeigen. Was meinerseits für Lacher sorgte. Denn wie sollte die Postangestellte mich mit meinem Bild abgleichen, wenn durch die Maske mein halbes Gesicht abgedeckt ist?

Generell wurde bereits binnen zwei Tagen in unserem Stadtteil die Behelfsmaske zum neuen Modeaccessoires. Sie hängen am Kinn oder baumeln am Handgelenk. Vor dem Betreten der Geschäfte werden sie fix aufgesetzt. Dieser Umstand ist ganz zum Vorteil unserer Schneiderinnen im Umkreis. Denn diese haben sich direkt darauf spezialisiert. Die Preise kenne ich leider nicht. Doch ich hoffe, dass sie sich gerade in diesen Krisenzeiten dadurch auch längerfristig halten können.

Übrigens noch ein Hinweis für alle Sachsen: Mund-und Nasenschutzmasken gibt es auch bei DDV-LOKAL (.de) mit Sächsisch als Aufdruck. Die fand ich so genial, dass ich mir welche bestellte. Ja, obwohl ich mir Masken selbst genäht habe. Es musste eben sein 😀

Was ich mir noch angewöhnen muss: Einen Stift einstecken haben. Braucht man tatsächlich öfter als gedacht.

#Coronaferien – Tag 36

Hallo,

die Coronaferien sind gut. Aber das komische ist, dass ich immer viel zu tun hab. Immer muss ich lernen, Mama hat Zusätze, ich nutze die Anton App und muss jeden Tag lesen.

Heute bin ich kaputt, weil ich so viel rum gelaufen bin und saugen musste. Mama hat mir ein kleines ferngesteuertes Hot Wheels Auto geschenkt. Weil ich mit Mama bei der Arbeit war, dort lernte und viel im Haushalt gemacht habe. Das Auto ist cool.

Bis bald,

Euer Raph

Anmerkung von Mama: Er musste heute das doppelte wie sonst leisten und auch noch die Klappe halten, während wir bei meiner Arbeit waren. Daher gab es als Belohnung das kleine Auto. Es ist winzig und tatsächlich richtig genial. Irgendwie muss man ja momentan die Kinder bei Laune halten.

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Teilzeit-Alleinerziehend, Teilzeit-arbeitend, manchmal überfordert, Mama eines zuckersüßen Buben, Soldatenfrau, ein wenig verrückt und mit ganz viel Herz ausgestattet.

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