Das ist eine schwerwiegende, nicht zu unterschätzende Frage! Man könnte wohl ewig dazu diskutieren!

Hier mal meine Einschätzung zu dem Thema.

Aber erst mal: Wie kam ich darauf?

Ganz einfach! Durch eine Blogparade! Sonja steht selbst gerade vor der Frage, ob sie wieder arbeiten geht oder doch lieber den Weg der Hausfrau wählt. Gar nicht so leicht. Daher rief sie zu einer Blogparade auf. Hier erfahrt ihr mehr dazu.

So, nun meine Meinung zu dem Thema

Ich denke… NEIN, man darf nicht mehr nur Hausfrau sein!

Warum?

Da gibt es sogar eine kleine Liste von Gründen.

1. Ich komme aus dem Osten.

Da war es bereits zu DDR-Zeiten verpönt, wenn eine Frau zu Hause blieb. Auch diese hatte sich beruflich zu engagieren, die Kinder zu managen und noch neben bei den Haushalt zu schmeißen. Ich bin in einem solchen Umfeld aufgewachsen und habe diese Mentalität praktisch mit der Muttermilch aufgesaugt.

Aber zu Ostzeiten war das Umfeld einfach noch besser. Vor allem die Kinderbetreuung war für Mütter angenehmer geregelt. Leider wurde das ab der Wende immer mehr zurückgebaut.

Die Mentalität blieb, die Möglichkeiten nicht…Frauen drehen sich im Kreis und versuchen noch immer alles unter einen Hut zu bringen.

Aber nur Hausfrau sein? Nein! Das ist trotzdem noch immer ein No-Go!

2. Und der wichtigste Grund:

Man ist niemals! Aber auch wirklich niemals!!! einfach nur Hausfrau!

Man ist…

Familienmanager.

Wandelnder Kalender.

Taxi-Fahrer.

Strategischer Organisator (meine Lieblingsberufsbezeichnung in meiner Vita).

Restaurant-Betreiber.

Animateur.

Eventmanager.

Koch.

Reinigungskraft (ja, mir fiel gerade kein besseres Wort ein).

Und noch so vieles mehr!

Wir Frauen setzen uns und unsere Leistungen viel zu gern viel zu weit herab, während Männer sich gern mit den kleinsten Sachen brüsten. Ich empfehle an dieser Stelle, das Buch Alleinerziehend mit Mann mal zu lesen. Ich habe mich da ziemlich oft wieder erkannt.

Aber zurück zum Thema

Ich selbst hatte keine andere Wahl. Das Thema „Nur Hausfrau“ kam bei mir gar nicht erst auf.

Wir sind auf das weitere Gehalt angewiesen und bekämen solche Zahlungen wie Hartz IV gar nicht erst.

Ja, eine „nur Hausfrau“ bezieht Hartz IV, wenn der Partner „zu wenig“ verdient.

Ich muss nun aber auch sagen, dass mir zu Hause trotz aller Aufgaben, die zu bewältigen wären, auf den Kopf fallen würde. Dafür sieht es bei mir dank eines 30 Stunden Jobs, tägliche Fahrtwege von ca. 1,5h, 1h Mittagspause und dem regulären Gang zum Spielplatz aus wie Kraut und Rüben. Ich müsste mal wieder saugen, das Bad komplett putzen, Sachen aussortieren usw.

Wenn ich mal am Abend zur Ruhe komme, denke ich oft, dass es evtl. besser wäre zu Hause zu bleiben. Dann sähe es bei uns nicht aus wie bei Hempels unterm Sofa.

Aber ohne meinen Job und die Herausforderungen vor die er mich stellt wäre ich nicht mehr ich selbst.

Ich definiere mich über meinem Job.

Nichtsdestotrotz

Ich habe eine hohe Meinung von Hausfrauen. Diese gehen in ihrem Job – machen wir uns nichts vor, das ist Schwerstarbeit! – auf und bewältigen ihn auf eine Art und Weise, die mir fehlt.

Es spricht also eigentlich nichts dagegen, diesen Weg zu wählen. Wenn das Umfeld und die Möglichkeiten passen.

Nur für mich ist das einfach nichts. Sorry.