Direkt am Tage des Tests durfte ich noch erscheinen!

Ich fragte mich zu dem Zeitpunkt bereits wie die die Schwangerschaft schon feststellen wollten. Im Grunde war ich ja noch nicht mal überfällig, sondern hatte einfach einen positiven Test in den Händen.

Dennoch war ich pünktlich um halb 3 Uhr nachmittags in der Praxis und wartete zwischen den ganzen werdenden Muttis. Wirklich! Alle außer mir hatten eine Murmel vorne dran! Wenn ich sonst bei der Gynäkologin war, saßen da nur solche Flach-Bäuche wie ich. Oder fielen mir erst jetzt andere Schwangere auf?

Jedenfalls war ich irgendwann dran. Die Ärztin machte einen Ultraschall. Nicht so einen tollen von oben auf dem Bauch, wie man ihn immer im TV sieht. Nein, einen ganz anderen. Andere Frauen kennen ihn, den meisten Männern überlass ich es mal der Fantasie. Jedenfalls sah sie im Ultraschall nichts. Ich dachte schon, dass der Test (oder besser die Tests) falsch gewesen sein mussten. Aber die Ärztin meinte sofort: „Vielleicht ist es noch zu früh.“

Also durfte ich am nächsten Tag gleich früh (nüchtern – war ja egal, mir war ja eh schlecht von allem und Essen grenzte ans Unwahrscheinliche) erscheinen und mir Blut abnehmen lassen. Denn der Bluttest wäre die sicherste Methode zum Nachweis einer Schwangerschaft. Jedenfalls sagte man mir das so.

Blöderweise war das ein Freitag. Wäre es noch Donnerstag gewesen, dann hätte ich am nächsten Tag ein Ergebnis gehabt. So musste ich ein ganzes Wochenende aussitzen und auf den Montagmorgen warten. Das Wochenende wurde gut genutzt und wir besuchten die hiesige Gourmet-Messe. Jammi, da hatte sogar ich wieder Appetit und aß auch den leckeren „Liebeskäse“ aus den Alpen.

Am Montagmorgen rief ich dann an. „Herzlichen Glückwunsch! Sie sind schwanger!“

Die Freude war natürlich groß und ich bekam Herzklopfen. Natürlich war es ungeplant, aber auch ein Unfall kann sofort für Begeisterung sorgen! Immerhin nehmen wir stets das Leben wie es kommt.

Ein Problem hatte ich dann natürlich, denn auf meine Frage, ob ich nun was beachten müssen, sagte die Ärztin: „Kein rohes Fleisch, keine Rohmilchprodukte und keine extremen, sportlichen Aktivitäten.“

Äh, ich esse gern Salami, aß am Wochenende noch besagten Liebeskäse (ist aus Rohmilch) und gehe gern Klettern. Argh! Alles noch am Wochenende gemacht!