Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern wie es war als der Trickfilm damals herauskam. Ins Kino ging ich nicht. Aber meine beste Freundin bekam damals das Video geschenkt. Wir lagen stundenlang auf dem Boden vor dem Fernseher und sahen uns immer wieder an wie Belle dem grantigen Biest seine guten Seiten entlockte.

Letztes Wochenende war ich mit einer Freundin im Kino. Wir hatten schon lange darauf hingefiebert. Da möchte ich es mir als eine Leipziger Bloggerin nicht nehmen lassen darüber zu berichten. Ich gebe mir hier wirklich Mühe nicht zu sehr zu spoilern 😉

Zum Inhalt des Films

Jetzt ernsthaft? Muss ich euch den Inhalt wirklich noch mal anführen?

Wer kennt die Geschichte denn nicht? Wer hat den Disney-Zeichntrickfilm nie gesehen? Ich glaube, so jemanden gibt es nicht!

Okay, dann noch mal ganz knapp:

Belle – die Schöne – lebt zusammen mit ihrem Vater in einer kleinen Stadt voll engstirniger Menschen. Sie ist sehr fantasievoll und lebt dies gern beim Lesen aus. Ihr Vater ist ein Erfinder, der so manches Mal etwas chaotisch ist. Als er zu einer Messe möchte, um seine neueste Erfindung zu präsentieren. Dabei verirrt er sich und landet im Schloss vom Biest. Belle macht sich auf um ihn zu retten und nimmt seinen Platz ein. Lange Rede, kurzer Sinn: Es entwickelt sich eine Romanze zwischen Belle und dem Biest. Hätte sie ihm viel eher gesagt, dass sie ihn liebt, wäre vieles anders gekommen. Aber Spannung muss nun mal auch sein 😉

Was mir an „Die Schöne und das Biest“ gefallen hat

Ich war fast ab Anfang bis definitiv Ende begeistert!

Ich habe Lefou immer gehasst. Er war im Trcikfilm so schmierig. Aber hier im Film war er mir direkt sympathisch. Und der vorab erwähnte schwule Moment…Nun ja, hier ein Auszug:

Es war übrigens meiner Ansicht nach, nicht nur ein solcher Moment 😀

Disney verstand es in diesem Film einfach dem ganzen eine besondere Note zu verleihen. Es wurde eben nicht nur stur das Skript des Trickfilms abgespult. Endlich wurden auch die Hintergründe beleuchtet.

Warum der Prinz so wurde wie er nun mal war. Warum er doch ein gutes hat und nicht gänzlich verdorben ist.

Was mit Belles Mutter passierte und wie es kam, dass sie in dem kleinen Dorf lebte. Wobei sie doch so anders als alle anderen Einwohner ist.

Zudem flossen hier die einen oder anderen Auszüge des Volksmärchens mit ein. Was meiner Ansicht nach dem Film eine zusätzliche Note gibt und ihn etwas vom Trickfilm abhebt.

Insbesondere die vielen Zeichen für das nahende Fristende waren gut inszeniert. Das zerfallende Schloss, die immer weiter eingeschränkte Bewegungsfreiheit, der Verfall der Rose…

Aber ich muss jetzt wirklich mal anmerken: So viele Blütenblätter wie da am Boden der Rose lagen, müssen es mindestens 3 Rosen gewesen sein, die verblüht sind!

Was ich nicht so gut fand

Am Anfang, der Maskenball, erschien schon etwas überzogen. Nur Frauen auf der Tanzfläche. Er komplett geschminkt. Und dann auch noch auftritt der Zauberin. Das fand ich tatsächlich im Trickfilm besser gelöst.

Leider enttäuschten auch ein paar der Schauspieler. Ja, Gaston sieht dem aus dem Trickfilm zum Verwechseln ähnlich. Auch der Prinz ist wie eine 1:1 Kopie. Aber irgendwie fehlte dennoch das besondere bei den Darstellern. Es fällt mir schwer es zu benennen.

Dagegen war ich tierisch überrascht als sich Lumiere, Von Unruh und Madam Pottine zurückverwandelten. Das macht Gaston und den Prinzen schon wieder wett.

Was etwas schade ist: Einige Inhalte wurden zugunsten der aufschlussreicheren Handlung geändert. So ist Belles Vater kein Erfinder, sondern ein Künstler. Das Haus steht nicht außerhalb der Stadt, sondern an der Stadtmauer. Und mir fehlte die Szene mit Gastons Antrag und seiner Punktlandung im Schweineteich gänzlich.

Und auch direkt am Anfang schien es Probleme mit der Synchronisation zu geben. Die Lippenbewegungen von Emma Watson passten nicht so ganz zu der Neuvertonung des Songs „Unsere Stadt“. Solche Momente gab es immer wieder mal im Film. Leider meist bei Emma Watson 🙁

Meine Meinung zu „Die Schöne und das Biest“

Ich bin absolut begeistert!

Disney ist es gelungen mit „Die Schöne und das Biest“ Kindheitserinnerungen eindrucksvoll ins hier und jetzt zu bringen. Die damaligen Kinder sind heute erwachsen. Und ebenso verhält es sich mit dem Film.

Nichtsdestotrotz ist er für jung und alt ein wahres Erlebnis.