Ja, ich bin eine Mutter. Mit Job und allem drum und dran. Also bis auf eine gewisse verrückte Ader recht bodenständig. Aber ich bin auch eine Frau, die so manches Mal einfach einen Moment abschalten möchte.

In solchen Momenten schnappe ich mir gern mal ein Buch. Neben all den Krimis, Thrillern und Satire-Büchern lese ich einfach gern mal einen Liebesroman.

Die schottische Hochzeit von Margaret Mallory

Von Anfang an wird „Die schottische Hochzeit“ aus beiden Blickwinkeln erzählt. Da wäre schon mal Alexander MacDonald. Ein Krieger, der nur selten die selbe Frau in sein Bett holt. Sich fest binden? Das klappte schon bei seinen Eltern nicht. Und immerhin sagen ihm Vater sowohl Mutter, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt. Aber sein Clan ist darauf angewiesen gute Allianzen zu schließen, um sich bei dem aufkommenden Konflikt zwischen Krone und Highland-Clans zu positionieren.

Dann trifft Alex plötzlich auf Glynis MacNeil. Glynis ist so gar nicht bereit erneut zu heiraten. Ihre erste Ehe hat sie – wie es die Tradition der Highlander zu lässt – noch während des ersten Ehejahres von sich aus aufgelöst. Das dafür ein Messer in den Unterleib ihres Exmannes wanderte wird nicht nur ein Mal zur Sprache gebracht und führt bei vielen Männern zu Scherzen über den nächsten Ehemann.

Beide sind also definitiv und ohne Frage abgeneigt zu heiraten. Und es dreht sich praktisch das gesamte Buch darum. Aber mehr möchte ich euch hier nicht verraten 😉

Meine Meinung zum Buch

Ein schnell lesbares Buch für Zwischendurch. Da ich schon den einen oder anderen Highland-Schnulzen-Roman durchhabe, kam mir die Handlung in seinen Ansätzen bekannt vor.

Dennoch schaffte es Margaret Mallory mit ihrem Erzählstil mich einzufangen. Ich habe neben Job, Kind, Haushalt, Hobbys und Blog nicht ganz so viel Zeit fürs Lesen, aber den Roman konnte ich nur schwer aus der Hand legen und öffnete mit Begeisterung das Buch sobald ich mal Zeit dafür hatte.

Auch wenn viele Figuren fiktiv oder nur an das Original seiner Zeit angelehnt sind, zeugt von viel sorgfalt und auch davon, dass sie es nicht einfach recherchiert hat. Margaret Mallory vermittelt das Gefühl die Orte aufgesucht, für sich eingefangen und mit Herzblut dabei zu sein.

Und immer wenn ich an das Buch denke, muss ich an das Grinsen von Alex denken, als er auf eine glorreiche Idee zur Lösung eines seiner Probleme kam. Seine Argumente waren schon ziemlich schwach. Aber sein Grinsen und das fragende Gesicht von Glynis kann ich mir wirklich gut vorstellen.

Über Margaret Mallory

Margaret Mallory wuchs in einer Kleinstadt in den USA auf und verbrachte einige Jahre in Afrika. Nach ihrem Collage-Abschluss machte sie sich auf die Suche nach einem Parkranger mit Hund. Doch stattdessen fand sie ihren Mann. Die Geschichte dahinter würde ich auch gern mal lesen 😀

Als ihre zwei Kinder selbst aufs Collage gingen, gab Margaret ihren Job als Juristin auf und nutzt seither ihre Zeit Schreiben. Nun frage ich mich, warum so viele Juristen ihre Jobs aufgeben und so geniale Bücher rausgeben 😀