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„Die sieben Farben des Blutes“ von Uwe Wilhelm | Rezension

Ich weiß nicht warum mich aktuell Thriller so faszinieren. Vielleicht liegt es eben an der früh einsetzenden Dunkelheit. Auf jeden Fall habe ich aktuell viel Zeit zum Lesen.

Über „Die sieben Farben des Blutes“ von Uwe Wilhelm

Drei Morde in drei Monaten. Drei Frauen. Drei Verkündungen, in denen der Mörder von sieben „Heilungen“ erzählt. Die Berliner Polizei steht unter Druck. Doch dann ist die Serie mit einem Mal beendet und gerät in Vergessenheit – nur nicht für Staatsanwältin Helena Faber, die davon überzeugt ist, dass dies erst der Anfang war. Als ein Jahr später eine vierte Frau brutal ermordet wird, macht Helena Jagd auf den, der sich selbst Dionysos nennt. Es ist der Beginn eines Rennens gegen die Zeit, aber auch eines Kampfes ums Überleben, denn Helena ist ins Visier des Täters geraten. Und Dionysos wird nicht aufgeben, solange sie nicht „geheilt“ wurde …

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Meine Meinung zu „Die sieben Farben des Blutes“ von Uwe Wilhelm

Ich bin etwas zwiegespalten was ich nun genau schreiben soll. Auf jeden Fall ist „Die sieben Farben des Blutes“ deutlich besser als „Demut“ von Mats Olsson. Man hängt sich hier nicht an Details auf. Dafür werden aber gern recht hochtrabende Wörter benutzt, die selbst ich mit meinem Uni-Abschluss erst mal nachschlagen musste. Hätte man das nicht auch einfacher formulieren können? Die Wörter werden ja nun nicht unbedingt im Dialog benutzt, sondern vielmehr vom Erzähler selbst.

Dennoch ist die Handlung schlüssig aufgebaut. Man steigt nicht beim ersten Mord ein, sondern beim vierten. Mir war auch nie bewusst welche Abgründe sich in der Psyche auftun können. Helena Faber und der Mörder selbst geraten regelrecht auf ihren jeweiligen Tiefpunkt und gehen doch so unterschiedlich mit den Problemen um.

Was mich aber schon sehr störte war, dass ich bereit nach 130 Seiten wusste, wer der Mörder war. Auch wenn Uwe Wilhem hier noch mal gut die Kurve kriegte und einen weiter hinab in den Strudel der Abgründe menschlicher Handlungen zog, war das dann doch ein Punkt der mir regelrecht unter den Nägeln brannte.

Dennoch wird hier bis zuletzt die Spannung gehalten und dank dem Epilog hat man auch direkt Lust die Fortsetzung zu lesen.

Über den Autor Uwe Wilhelm

Uwe Wilhelm, geb. 1957 in Hanau am Main, hat mehr als 120 Drehbücher geschrieben. Unter anderem „Das Mädchen Rosemarie“ zusammen mit Bernd Eichinger, „Die Halbstarken“ mit Til Schweiger, „Bandits“ mit Katja Riemann, „Gebrüder Sass“ mit Jürgen Vogel, Ben Becker und Iris Berben. Darüberhinaus mehr als 60 Folgen für TV-Serien. Zudem die Theaterstücke „SOS / MAYDAY“, „Ich, Friedrich der Große“, Sachbücher, und das Musical „Brave New World“. Seit 2016 schreibt Uwe Wilhelm Romane. „Die 7 Farben des Blutes“ ist bei Blanvalet erschienen und ist der erste Band einer Trilogie um die Staatsanwältin Helena Faber. Unter dem Pseudonym Lucas Grimm ist bei Piper „Nach dem Schmerz“ erschienen, der erste Band einer Reihe von Thrillern mit dem Journalisten David Berkoff als Hauptfigur. Uwe Wilhelm gilt als einer der erfahrensten und vielseitigsten Autoren Deutschlands.

  • Bewertung
3

Kurzfassung

Pro
– Spannung von der ersten Seite an
– Abgründe der Psyche

Con
– Zu hoch trabende Wörter
– Einige Zusammenhänge nur schwer nachvollziehbar
– Bei ein paar Stellen ist Autor und Lektor etwas durch die Lappen gegangen

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Tags:
Anne

Teilzeit-Alleinerziehend, aktuell leidenschaftliche Hausfrau und Schülerin, manchmal überfordert, Mama eines zuckersüßen Buben, Soldatenfrau, ein wenig verrückt und mit ganz viel Herz ausgestattet.

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