Ich gebe zu, dass ich einen ähnlichen Schnitt bereits zum Kaufen ins Auge gefasst hatte. Denn ich mag es einfach, wenn es vorne etwas weicher fällt. Liegt wohl auch an meinem ordentlichen Vorbau 😀

Als dann Tassi näht zu einem Probenähen für ihren Hoodie aufrief war ich Feuer und Flamme und freute mich natürlich auch sehr, als ich mitmachen durfte. Heute möchte ich euch meinen ersten Hoodie nach dem Schnitt zeigen. Natürlich hüpften noch ein paar mehr aus anderen Stoffen von meiner Maschine 😉

Über den Schnitt „Drüber gezogen“ von Tassi näht

Tatsächlich ähnelt der Schnitt mit diesem „Überwurf“ einigen Hoodies, die man aktuell in den Modeketten erwerben kann. Das wundert auch kaum, denn der Schnitt ist einfach beliebt.

Dennoch unterscheidet sich „Drüber gezogen“ deutlich von anderen Schnitten.

Inwiefern unterscheidet sich der Schnitt von anderen?

Tja, es gibt da zum Beispiel einen anderen, den ich hier nicht namentlich erwähnen möchte, der aber 1:1 wie der schon länger verfügbare Schnitt von Naketano aussieht.

Dagegen setzt aber dieser „Überwurf“ von „Drüber gezogen“ viel weiter oben an, als bei den vorgenannten Schnitten. D.h., das obere Vorderteil trennt sich bereits an der Schulter vom Rest. Die Öffnung geht damit viel weiter nach oben als bei anderen Schnitten.

Warum ist die höhere Öffnung besser?

Tja, ich spreche hier aus Erfahrung mit einem ordentlichen Vorbau. Und da ist dieser lockere Sitz um die Brust einfach angenehmer.

Beim Probenähen gab es natürlich auch ein paar Näherinnen, die noch größere Größen als meine 38 angefertigt haben und ich war beeindruckt wie gut der Hoodie bei diesen Damen saß. Eben locker, angenehm und leger.

Was gibt es noch zum Schnitt zu sagen?

Es gibt natürlich zahlreiche Varianten ihn zu nähen. Nicht nur bei der Stoffwahl, sondern auch ob mit Kragen oder Kapuze. Dadurch ergibt sich wieder mal ein Spielraum bei dem sich für jeden Geschmack die passende Kombination findet.

Leipziger Mama - „Drüber gezogen“ von Tassi näht | Hoodie

Meine Meinung zum Schnitt „Drüber gezogen“

Die dürfte ja schon etwas durchgesickert sein.

Ich begeistert von „Drüber gezogen“! Denn ich mag einfach Hoodies und vor allem die, die locker sitzen. Eben Wohlfühlpullis, die ich aber auch gut anziehen kann, wenn ich Abends mit Freunden ins Kino gehe.

Bei meiner ersten Kombination habe ich zwei Sommersweatstoffe verwendet. Beide gab es bei Alles-Für-Selbermacher zu kaufen. Dazu eine 0815-Kordel und zur Verstärkung der Ösen Reste von Kunstleder. Alles hatte ich bereits da und es eignete sich perfekt für den ersten Versuch.

Bei diesem ersten Probeschnitt ging die Öffnung des oberen Vorderteils noch bis zur Schulternaht. Nach einer kleinen Diskussion in unserer Runde der Probenäherinnen wurde das geändert und die Öffnung startete an der Armnaht.

Übrigens ist die Anleitung von Tassi näht wirklich gut gemacht und auch für Anfänger optimal aufbereitet. Da machte mir sogar das Säumen wieder Spaß.

Ja, ich habe vor dem kleinen Shooting bei gut -10 Grad auf unserem Balkon den Hoodie nicht gebügelt. Seht es mir nach, dass bei meinen Bildern ein paar Falten im Hoodie drin sind 🙂

Leipziger Mama - „Drüber gezogen“ von Tassi näht | Hoodie

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