Das durchwachsene Osterwochenende in der Lausitz haben wir wieder mal so gut es nur ging genutzt und eines unserer Ausflugsziele möchte ich euch hier mal vorstellen.

Wir selbst – also mein Mann und ich – waren vor Jahren schon dort. Jedoch damals im Rahmen eines Schulausfluges.

Es war damals extrem langweilig, unansehnlich und nicht mal die Tour mit der Grubenbahn konnte es für uns Kiddies zu einem Highlight machen. Umso überraschter war ich, als ich nun nach gut 16 Jahren wieder mal das Gelände betrat.

Die Energiefabrik Knappenrode

Natürlich habe ich euch wieder mal viele tolle Bilder mitgebracht. Lasst euch von den tollen Helmen nicht irritieren. Wir haben der netten Dame am Einlass nicht so gut zugehört und erst später bemerkt, dass wir die Helme ausschließlich für den Rundgang durch das alte Fabrikgebäude benötigen.

In den einzelnen Ausstellungen wurde das Thema Bergbau – insbesondere die Kohlegewinnung in der Region – von grundauf betrachtet. Auch die unschönen Seiten zu den „Fremdarbeitern“ ließ man hier bewusst nicht unter den Tisch fallen, sondern ging offen damit um wie die Fabrik auch während des 2. Weltkrieges weiter betrieben werden konnte.

Dabei ist das ganze „Museum“, welches auf einem großen Gelände recht verstreut angelegt ist, zum Anfassen! D.h., man geht nicht einfach an Glaskasten über Glaskasten mit irgendwelchen Ausstellungsstücken vorbei. Es ist erlaubt alles was dort steht anzufassen. Es sei denn es steht explizit etwas anderes neben dem Ausstellungsstück. Das betreten der alten Fahrzeuge ist ebenfalls erlaubt, sollte jedoch mit Vorsicht erfolgen und Eltern haften hier für ihre Kinder. Viele der Infotafeln verfügten über Knöpfe über die weitere Informationen angesagt wurden. Klasse für Kinder, die auf allem herumdrücken müssen 😉 Auch Infotafeln zum Drehen und Öffnen machten das Erlebnis noch kindgerechter.

Bei den Ofen mussten wir so manches mal Schmunzeln. Bei der Dame kam ein Rohr aus ihrem Hintern und die Dusche kam uns verdächtig bekannt vor. So einen Heizofen wir Warmwasser hatten wir zu DDR-Zeiten ebenfalls im Badezimmer stehen 🙂

Man sollte vor dem Betreten darauf achten, dass man mit festem Schuhwerk kommt. Vieles auf dem offen Gelände ist je nach Wetterlage nur erreichbar, wenn man sich auch durch Schlamm oder Pfützen traut. Von Stöckelschuhen würde ich hier sowieso abraten 😀

Besonders die Tunnelrutsche fand ich klasse. Unser Kleiner musste diese mehrfach benutzen. Beim ersten Mal waren wir etwas skeptisch. Immerhin verschwand das Rohr im Boden. Aber schnell konnten wir das Ende der Rutsche finden. Es ging dann zwar durch einen dunklen Tunnel, doch der war recht liebevoll mit Spiegelmosaiken, Tonfiguren und allerhand kleinerer Spielereien verziert. Es gab auch hier an jeder Ecke etwas neues zu entdecken.

Auf dem offenen Gelände lud der kleine Tertiärwald dazu ein, zu entdecken wie denn Kohle überhaupt entsteht. Zudem war der Maschinenpark mit der historischen Bergbautechnik wirklich beeindruckend.

Es wurden auch Punkte wie Schätze der Erde, Brandschutz sowie Waschkaue nicht außer acht gelassen und mit vielen tollen Ausstellungsstücken den Besuchern näher gebracht.

Leider fuhren an dem Tag an dem wir auf dem Gelände unterwegs waren keine der Bahnen. Das Wetter war einfach zu wechselhaft. Aber das störte uns nicht. Wir waren gut 3 Stunden auf dem Gelände unterwegs und waren schlichtweg begeistert von allem, was dort ausgestellt war.

Wo findet ihr die Energiefabrik?

Also erst ein mal müsst ihr dazu in die Lausitz 😉

Die Region läd durch ihre Landschaft vor allem zum Wandern sowie zu Radtouren ein. Die neugeschaffene Seenlandschaft sorgt zudem für viel Spielraum für Wassersportarten. Die Energiefabrik selbst findet ihr südlich von Hoyerswerda, am Rand des Ortes.

Zusammengefasst – Unsere Meinung zur Energiefabrik

Warum konnte das nicht schon vor 16 Jahren so interessant sein? Es ist kein einfaches Museum mehr, sondern vielmehr ein Erlebnismuseum auf einem recht großen Gelände.

Es ist definitiv Kindgerecht angelegt. Nur auf festes Schuhwerk sollte ebenso wie auf Wettergerechte Kleidung geachtet werden. Immerhin ist der Großteil auf offenen Gelände zu finden.

Wir hatten bei unserem Besuch Sonnenschein, Nieselregen und auch einen kräftigen Regenschauer. Ich würde also sagen, dass die Energiefabrik bei jeder Wetterlage besichtigt werden kann.

Auch der Eintrittspreis war wirklich ok. 5€ pro Erwachsenem und Kinder bis 6 Jahre haben freien Eintritt.

Also dann, auf in die Lausitz und zur Energiefabrik 😉