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Aus dem Leben

Kindergarten Adé – Und damit war es plötzlich vorbei mit der entspannten Zeit

„Nun steht dir der Ernst des Lebens bevor.“

Etwas, was ich meinem Sohn gerade jetzt niemals sagen würde. Was wir dennoch von vielen Seiten zu hören bekamen. So auch von der Kita-Erzieherin selbst. Immerhin wurde den Kindern in den letzten Kita-Tagen ein Buch mit dieser Kernaussage vorgelesen.

Doch was nun? 

Mein Kind scheint noch nicht so ganz realisiert zu haben, dass er nie wieder auch nur einen Fuß in den Kindergarten setzen wird. Es sei denn es gibt noch mal Nachwuchs und wir bekommen ausgerechnet in dieser Einrichtung erneut einen Platz.

Ich dagegen kam mir an den letzten Tagen, die ich den Weg zur Kita fuhr, wie in einem anderen Fim vor. Es war irgendwie alles so unwirklich. Wie in Watte gepackt.

So richtig Abschiednehmen wollte ich nicht. Denn wie ich schon mehrfach schrieb, war mein Verhältnis zu dem Kindergarten zwiegespalten. Mein Sohn war zwar stets gut aufgehoben, aber dennoch war ich irgendwie nicht mit der Betreuung zufrieden.

Daher überließ ich es auch meinem Mann den Kleinen an seinem letzten Tag bei der Kita abzuliefern und als Mittagskind wieder abzuholen. Als kleines Abschiedsgeschenk verteilte mein Sohn an alle Mitarbeiter der Einrichtung selbstgebastelte Lesezeichen. Die Erzieher mit denen er in den 4 Jahren die meiste und für ihn wichtigste Zeit verbrachte erhielten ein Notizbuch mit selbst genähtem Umschlag UND eines der Lesezeichen.

Vor allem mit dem einzigen Mann in der Runde verband mein Sohn viel. Er war da, als mein Mann im Einsatz war und betreute meinen Sohn mit viel Herz. Zudem macht er sich stets eine Menge Gedanken wie er den Kindern Highlights bieten kann. So organisierte er zum Beispiel in diesem Jahr ein Fußballturnier für das die einzelnen Gruppen ihre festen Trainingszeiten hatten und am Ende auch ein Sieger gekührt wurde. Etwas, von dem mein Sohn eine Menge zu erzählen hatte und noch immer stolz seine Urkunde präsentiert.

Es fällt mir wirklich schwer hier bereits einen Schlussstrich zu ziehen. Natürlich musste diese Zeit irgendwann enden und ich warte auch auf den Moment, wo bei meinem Sohn der Groschen fällt. Dennoch blicke ich mit einer deutlichen Wehmut auf die nahende Schulzeit. Immerhin sind es nun nur weniger Tage bis zum großen Tag!

Ich musste mir das jetzt einfach mal von der Seele schreiben.

Geht es euch auch so? Oder seid ihr mit einem strahlenden Lächeln und noch mal kurz gerecktem Mittelfinger am letzten Tag aus der Kita raus?

Das würde mich wirklich interessieren und ich bin auf euer Feedback gespannt.

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Anne

Teilzeit-Alleinerziehend, aktuell leidenschaftliche Hausfrau und Schülerin, manchmal überfordert, Mama eines zuckersüßen Buben, Soldatenfrau, ein wenig verrückt und mit ganz viel Herz ausgestattet.

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1 Comments

  1. Sylvi 28. Juli 2018

    Mir steht das noch bevor, aber ich glaube, dass ich erhobenen Hauptes und völlig befreit aus der Kita marschiere…

    Antworten

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