Ok, ich gebe es zu. Es waren drei Lego-Freaks im Legeoland unterwegs 😀

Kurz vor dem Einsatz vom Papa machten wir uns auf den Weg, dem Kind noch ein paar schöne Erinnerungen zu verschaffen. Er sollte einfach noch ein paar Highlights haben. Immerhin fällt unser Sommerurlaub Einsatz-sei-Dank dieses Jahr einfach mal ins Wasser. So wurde es ein Kurzurlaub mit einem Besuch im Legoland.

Unsere Erfahrungen zum Legoland Resort in Günzburg

Leipziger Mama - Legoland GünzburgWer früh da ist, kommt definitiv besser und schneller rein. Zudem bekommt man dann auch einen Parkplatz weiter vorne.

Wir waren außerhalb der Ferienzeit da. Ein Glück!

Das Legoland Resort in Günzburg öffnet um 10 Uhr am Vormittag. Wir waren um 9.30 Uhr da und mussten entdecken, dass der Parkplatz bereits zur Hälfte voll war. Wie sieht es dann bloß in der Ferienzeit aus?

Somit hatten wir viel Zeit uns bei den bereits geöffneten Kassen anzustellen und die Eintrittskarten zu kaufen. Auch hier sollte man auf einiges achten. Entweder man hat einen Insider, der einem einen guten 50% Gutschein für die gesamte Familie organisiert oder man ordert die Tickets bis 7 Tage vor dem Besuch auf der Legoland-Website und spart hier auch noch einen gewissen Prozentsatz. Andernfalls zahlt man für 2 Erwachsene und 1 Kind gleich mal 130€, um sich für 7 Stunden im Legoland auszutoben.

Fangt bloß nicht gleich vorne an!

Ich meine es ernst! Haltet nicht gleich bei der ersten Achterbahn, Figur oder anderem Fahrgeschäft an. Denn dort staut es sich sobald sich die Pforten öffnen.

Leipziger Mama - Legoland GünzburgNinjago World

Wir beherzigten das und bahnten uns den Weg zur Ninjago World. Auch dort hatte sich bereits eine Schlange vor dem Tempel mit der neuen Attraktion gebildet.

Während der Papa sich also einreihte, machten unser Kleiner und ich die restliche Tempelanlage unsicher. Wir drehten uns wie Kai, testeten unsere Grenzen wie Loyd und kletterten wie Cole die Wand hoch.

Leipziger Mama - Legoland GünzburgDie Zeit war schnell rum und wir schlängelten uns zum Ninjago Ride vor.

Hätten wir mal in der Tempelanlage besser aufgepasst! Sollte die Schlange mal bis raus führen (Wartezeit 30-60 Minuten – vermutlich) kann man sich genau ansehen wie das System funktioniert. Doch wir gehörten zu den ersten 20 des Tages und schlängelten uns daher ohne nach links oder rechts zu gucken durch. Dementsprechend stiegen wir ein und hatten keine Ahnung wie man schießt. Wir versuchten es dennoch. Ich habe gewonnen 🙂

Leipziger Mama - Legoland GünzburgDschungel-Safari-Abenteuer

Der Themenbereich der Piraten war noch geschlossen. Also landeten wir nach dem Ninjago Tempel direkt im Dschungel. Bei der Wildwasserbahn standen schon zu viele Leute (wie wir später bemerken sollten, konnten es sogar noch weit mehr sein), also gingen wir zu der Kinderwasserbahn direkt daneben.

Unser kleiner musste erst mal ordentlich rudern, um sein Kanu voran zu bringen. Angespornt vom Papa, hatte er bald die beiden Kinder vor sich eingeholt.

Was auffällt: Man kann trotz des hohen Eintrittspreises noch mal so richtig viel Geld in dem Park lassen. Denn selbstverständlich mussten auch Enten gefangen werden. Es wurde natürlich je Ente abgerechnet. Pro Ente 2€. Was bei drei Enten rauskam? Ein popeliger kleiner Fisch, der entfernt an Nemo erinnert. Echt traurig!

Bei den Pharaonen

In der Pyramide waren wir gleich mehrmals! Ganze 3 Bilder aus der Bahn ließ ich entwickeln, eins sogar auf Legosteine drucken. Und diese Bahn macht wirklich Gaudi. Man schießt als mutiger Forscher mit seiner Waffe auf Lichtpunkte und macht so den Bösewichten den gar aus.

Unser Kleiner war tierisch begeistert. Und auch hier machte ich die meisten Punkte. Und da bezeichnet sich mein Mann als Soldat. Dabei kann er nicht mal ein paar Mumien und Spinnen erschießen 😀

Im Pyramideneigenen Shop kann man sich auch Nummernschilder stanzen lassen und – was ich direkt haben wollte – Legostein-Schlüsselanhänger gravieren lassen.

Entschuldigt, dass ich zu diesem Bereich keine Bilder poste. Wir waren zum einen zu beschäftigt welche zu machen. Und zum anderen ist auf den wenigen Bildern, die wir haben, das Gesicht unseres Sohnes abgebildet. Etwas, dass ihr hier nicht sobald als vollständiges Ganzes zu sehen bekommt 😉

Leipziger Mama - Legoland GünzburgBei 33 Grad im Schatten im Goldrausch

Nach einem Stop beim Duplo-Plansch-Irgendwas-Bereich, wo unser Kleiner seine Unterhose einbüßte (die trocknete nun an Papas Rucksack aufgehängt), und einer Tour mit dem Tret-o-Mobil, verfielen wir in Goldrausch.

Auch hier war das Gold schürfen wirklich happig. Pro Person 4€. Aber wir hatten Spaß, kühlten uns ab und konnten auch eine Medaille sowie ein Spielzeug für unsere geschürfte Ausbeute eintauschen.

Ich habe es mir da wohl mit einigen Kindern verscherzt. Aber ich sehe es wirklich nicht ein, wenn wir dort 4€ pro Set zahlen und andere unsere Ausrüstung nutzen wollen. Ich musste die Schalen so manches Mal mit einem bösen Blick und einer schnellen Reaktion verteidigen.

Während wir zwei schürften fütterte uns der Papa mit Legoförmigen Pommes und naschte selbst das nach eigener Aussage leckerste Eis seit langem. Langnese mit 3 Toppings.

Leipziger Mama - Legoland GünzburgBereits mit 5 Jahren den Führerschein

Natürlich stoppten wir auch bei den NexoKnight Rittern und ihrer Burg. Unser kleiner war für die jeweiligen Bahnen jedoch noch zu klein und in der Burg gab es bis auf das feststeckende Schwert und ein paar Figuren nicht wirklich viel mehr zu entdecken. Nach drei Runden auf dem Pferd hatte unser Kleiner schon mal die Grundausbildung zum Ritter geschafft.

Dann war die Führerscheinprüfung ein Klacks 😀

Ausgerüstet mit Warnwesten drehten die Kinder ein paar Runden in ihren Autos. An sich war das wie Autoscooter. Und so manches Kind steckte irgendwann mal kurz fest. Mein Mann achtete mit Argusaugen auf die Fahrkünste unseres Kindes. Ich zog mich in den Schatten zurück. Wir waren gerade mal 3 Stunden unterwegs und ich hatte trotz mehrmaligem Eincremen schon einen leichten Sonnenbrand.

Übrigens zeigte der Kleine nach erfolgreicher Fahrprüfung stolz seinen ganz eigenen Führerschein.

Leipziger Mama - Legoland GünzburgZahlreiche Figuren im gesamten Park

Wie es sich für das Legoland gehört, gibt es an wirklich jeder Ecke mindestens eine Legofigur. Dachse, Affen, Waschbär und Biber sind nur einige der Tiere, die man finden kann.

Besonders diese Alte nahe des Eingangs hatte es uns angetan. Sie versuchte Tauben zu fangen und ihr Kochbuch in der Handtasche ließ nichts Gutes für die Vögel erahnen.

Natürlich sahen wir uns auch an wie die Legosteine gefertigt werden und erhielten dabei unseren Gratis-Legostein für das aktuelle Jahr. Dieser wurde übrigens auch direkt in der Fabrik gefertigt. Ich ärgere mich noch ein wenig, dass ich bei dem Angebot am Ausgang der Fabrik nicht zugegriffen habe. 100g dürften doch so einige Steine sein und ich könnte diese für das Projekt zu Weihnachten gut gebrauchen. An dieser Stelle möchte ich mal ganz kurz zu dem tollen Buch „Mein Lego“ verweisen. Die Rezension dazu gibt es in Kürze hier im Blog zu lesen.

Leipziger Mama - Legoland GünzburgSo viele Attraktion – So wenig Zeit

Wie bereits erwähnt –  man hat nur 7h Zeit, um den Park unsicher zu machen. Kommt man in der Hochsaison muss man sich auch noch auf lange Wartezeiten einstellen. Es ist ja so schon schwer alles zu schaffen und alles auszuprobieren. An dieser Stelle möchte ich kurz dazu raten, entweder mindestens 2, vielleicht sogar 3 Tage für euren Besuch des Legolands einzuplanen oder am Eingang einen Expresspass (20-60€) zu erwerben. So darf einfach an den Massen vorbei spazieren und ohne Umschweife die Fahrgeschäfte nutzen.

Übrigens musste man für die Instrumente auf diesem Bild auf den Platten davor hüpfen. Dann spielten sie ein bestimmtes Lied und spritzten Wasser. Da kamen viele einander wildfremde Leute zusammen und hüpften mit viel Lachen auf und ab.

Leipziger Mama - Legoland Günzburg17 Uhr – alle Fahrgeschäfte sind zu

Ja, ihr lest richtig. Um 10 Uhr öffnet Legoland, um 18 Uhr schließt es. Aber ab 17 Uhr kann man nur noch das Miniaturland sowie die Shops beim Eingang unsicher machen. Alle Fahrgeschäfte sind dann schon geschlossen.

Aber auch das Miniaturland hat einiges zu bieten. Die einzelnen Knöpfe, die bei einigen Bauten zu finden sind, lösen unterschiedliche Mechanismen aus. Wasser spritzt oder der Kran bewegt sich. Wir mussten natürlich jeden Knopf ausprobieren 😀

Leipziger Mama - Legoland GünzburgUnser Fazit zum Legoland

Wir haben dank 50% Gutschein gerade mal knapp 65€ Eintritt gezahlt. Dafür holten wir uns später die Merlin Jahreskarte (Berlin und Heidepark sind eben auch verlockend). Da ließen wir gleich noch mal 110€. Dafür hatten wir bei allein Shops 10% Rabatt (ok, wir hatten auch noch Coupons für ein Gratis Legosteinbild und 20% auf einen Einkauf im Store) und wir kommen nun in gut 15 Attraktionen deutschlandweit hinein. Die Pläne für Berlin stehen schon 🙂

Für Essen, Fotos und Zusatzangebote (Enten und Gold schürfen) gingen noch mal 80€ drauf. Das liegt aber auch daran, dass ich eines der Bilder auf Legosteinen drucken ließ. Das zweite war dank einem Coupon zur Jahreskarte gratis. Tja, und dann waren wir auch noch im Shop. Mit Jahreskarte und 20% Coupon noch mal 120€. Oh, und dann noch das Parkticket in Höhe von 6€ (Ernsthaft???).

Alles in allem gaben wir an diesem Tag ca. 400€ aus!

Dafür hatten wir eine Menge Spaß, weitere Ziele und vor allem: Ein wirklich glückliches Kind, das seit unserem Besuch kein anderes Thema mehr hat.

Übrigens: Eigentlich kann unser Kleiner schon gar nicht mehr ohne seine Kamera und er knipst alles was ihm vor die Linse kommt. Aber an diesem Tag war er einfach zu beschäftigt. Immerhin musste alles angefasst, ausprobiert und erkundet werden.


Tipps für euren Besuch des Legolands in Günzburg

1. Packt euch was zu trinken ein! Wir waren bei 33 Grad unterwegs und 0,5l Wasser bzw. Softdrink kosten 3,20-3,50€. Schleppt lieber. Wird sonst teuer.

2. Fangt nicht vorne an. Da staut es sich meist als erstes. Es lohnt sich erst mal ans Ende des Geländes zu laufen.

3. Wenn ihr einen Besuch plant, dann haltet die Augen nach Gutscheinen auf. Sonst wird es wirklich teuer.

4. Ihr kommt zur Hauptsaison? Ich empfehle dringend den Expresspass oder einen mehrtägigen Aufenthalt. Ab dem zweiten Tag wird es meist günstiger.

5. Kauft die Bilder nicht einzeln. Ein Fotopass ist günstiger! Ein Bildausdruck im Standardformat oder als Magnet kosten jeweils 10€. Ein Fotopass für 4 Fotos in diesen Formaten 25€. Wenn ihr also eh Bilder machen lassen möchtet, dann holt euch den Pass. Habt ihr eine Jahreskarte, dann gibt es noch mal 10% Rabatt. Übrigens stehen die Bilder nach dem Kauf für 30 Tage bei einem Webanbieter zum Download bereit. So kann man sie noch besser mit der Familie teilen oder noch in einem anderen Format drucken lassen. Auf jeden Fall kann man diese erst mal auf dem eigenen Rechner sichern.

6. Die Jahreskarte lohnt sich für den Besuch des Parks! Also wenn ihr eh mit Sea Life, Heidepark Soltau oder dem Lego Discovery Center in Berlin liebäugelt, dann holt euch die Karte. Ich ärgere mich noch immer, dass wir sie nicht gleich nach dem betreten des Parks gekauft haben. Ich hätte bei den Fotos noch mal 25-30€ sparen können.

7. Stellt dem Kind erst beim Verlassen ein Souvenir aus dem Shop in Aussicht oder erklärt ihm, dass Bilder oder Schlüsselanhänger reichen müssen. Ich weiß gar nicht wie viele den halben Tag mit großen gelben Tüten herumliefen und so bei den Fahrgeschäften arg eingeschränkt waren. Alle Legosets aus den einzelen Shops gab es auch im großen Store beim Eingang/Ausgang.

8. Esst lieber Snacks als ganze Mahlzeiten. Es ist günstiger, geht auf die Hand und ist an jeder Ecke verfügbar.

9. Packt bei warmen Wetter Badesachen für Kinder oder Ersatzkleidung ein. Es gibt viele Attraktionen mit Wasser und ich versichere euch, dass die Kinder nass werden. Unsere einzige, mitgeführte Unterhose war bis zuletzt komplett nass.

10. So schön es ist, so viel Geld man investiert hat – bleibt nicht bis zur letzten Minute. Das Chaos auf dem Parkplatz wollt ihr euch definitiv nicht antun.

Wir wünschen euch viel Spaß!