Dystopien reizen mich einfach auf ihre eigene Weise. Doch diese hier lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Denn die Storyidee ist wirklich gut.

Über “Der Zwillingscode” von Margit Ruile

Was passiert, wenn die Dinge, die wir erschaffen, uns gar nicht mehr brauchen?

Vincent ist siebzehn und eine Doppel-C-Seele. Sein Sozialpunktestand ist so niedrig, dass an ein Studium nicht zu denken ist. Stattdessen repariert er heimlich die mechanischen Haustiere der Firma Copypet.

Eines Tages bringt eine alte Frau eine Katze zur Reparatur. Und die führt Vincent geradewegs in die Simulation – eine virtuelle Welt, in der alle unsere Gegenstände ihr digitales Leben führen. Verborgen in dieser Zwillingswelt aber liegt ein Code. Vincent muss ihn finden, denn davon hängt die Zukunft der Menschheit ab.

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Meine Meinung zu “Der Zwillingscode” von Margit Ruile

An sich ist die Story wirklich interessant und ich habe immer wieder, wenn ich das Cover sehe das Intro der Black Mirror Serie im Ohr. Und tatsächlich ist die Idee mit den Sozialpunkten auch schon in einer Folge der Serie vorgekommen. Dass es eine virtuelle Welt gibt und Lebewesen technisch nachgebildet werden passt dann auch optimal ins Bild.

Jedoch merkt man deutlich, dass die Autorin aus der Filmbranche kommt. Logikfehler und die fehlende Tiefe der Figuren erinnern an ein Drehbuch dem erst die Schauspieler Leben einhauchen.

Die Geschichte spielt um 2055. Hier erwarte ich nicht wirklich ausrollbare Handys. Eher Armbänder mit Sprachsteuerung oder gar Implantate oder so. Eine solche, eher geringe technische Evolution hätte ich bei einer Geschichte erwartet, die in den 90er Jahren geschrieben wurde. Aber eben nicht in 2021.

Und dann diese Logikfehler 🙁 Bleiben wir mal bei den Handys. Hier wurden Akkus entfernt (moment geht das heute noch), sie wurden eingetütet und dann wie aus dem Nichts wurden sie verwendet, um irgendein anderes technisches Spielzeug zu aktivieren. Ähm. Ja, irgendwie doch etwas sehr fantastisch oder es gibt plötzlich teleportierebare Geräte? 🤔

Ich habe das Buch bis zu Ende gelesen. Cover und Idee sind gut, aber hier hätte die Autorin evtl. noch etwas mehr Tiefe bei den Figuren einbringen können bzw. über den einen oder anderen Handlungsstrang noch mal nachdenken sollen. Da es nicht ihr erstes Werk war, finde ich es doch etwas schade.

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Lesesonntag: "Der Zwillingscode" von Margit Ruile

3.5

"Der Zwillingscode" von Margit Ruile

Pro
– Idee hinter der Story interessant

Con
– Viele Logikfehler
– Fehlende Tiefe bei den Figuren

Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7432-0324-2
Weitere Informationen:

About the Author

Teilzeit-Alleinerziehend, Teilzeit-arbeitend, manchmal überfordert, Mama eines zuckersüßen Buben, Soldatenfrau, ein wenig verrückt und mit ganz viel Herz ausgestattet.

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