Diese Maßnahme zur Vermeidung von Plastik habe ich auch schon sehr lange eingeführt. Leider scheitert sie wieder mal mehr oder weniger an meinen Männern.

Es geht mir um Haarwaschmittel und Haarspülung. Letzteres nutze ich eigentlich selten, aber dank ersterem Gezwungenermaßen nun doch öfter als ich es mir wünsche.

Meine Erfahrung mit Haarwaschseife und Haarspülung

Eigentlich ist es recht kurz formuliert: Ich habe eher schlechte Erfahrungen damit gemacht.

Leider heißt es dann oft: dran bleiben!

Wobei ich gestehen muss, dass einem dass schon sehr schwer fällt, wenn der Kopf so sehr juckt, dass man ihn sich blutig kratzt und auch dass Haar entweder extrem spröder, einfach zu schnell fettig oder gern mal beides wird.

Ich musste mich schon sehr überwinden und kam am Ende auch nur bedingt um Plastik herum.

Die gekaufte Haarseife verwende ich nicht mehr

Dadurch wurde es erst so schlimm mit meiner Kopfhaut. Wie schon geschrieben. Juckreiz und blutig. Außenstehende müssen echt gedacht haben, dass ich Läuse habe. Es war einfach nur furchtbar.

Letztendlich musste ich mir meine eigene Haarseife herstellen. Diese kam sogar erstaunlich gut bei meinen Männer an. Der eine wollte dennoch nicht auf sein Anti-Schuppenshampoo dieses einen Herstellers verzichten. Der andere machte innerhalb von einem Tag aus einem ganzen Stück Seife nur noch einen minikleinen Rest. Wir wissen bis heute nicht was er da in der Dusche getrieben hat.

Bei meiner eigenen Haarseife kannte ich die Inhaltsstoffe und konnte auch auf meine arme Kopfhaut eingehen. Es half tatsächlich vor allem der Umstand, dass ich Teebaumöl mit hinein gab.

Haarspülung als Ergänzung und Pflege

Hier kommt nun der Punkt, warum ich noch mal einen Schwenk zum Plastik vornehmen musste. Denn um meine Kopfhaut zu pflegen und von dem Juckreiz zu befreien brauchte ich Haarwasser. Da gibt es ein recht gutes mit Teebaumöl und Birkenwasser. Das half sehr gut, brachte schnell Erfolg und roch dabei auch noch angenehm.

Ich brauchte dennoch ein paar Monate und ca. 2-3 Flaschen von dem Zeug bis ich mir zutraute, meinen Haaren wieder andere Dinge anzutun.

So ergänzte ich dann die Haarseife durch eine Spülung mit Apfelessig. Dieser wird als saure Rinse über das gewaschene Haar gegossen. Der Essig pflegt und an sich gibt es einen angenehmen Duft. Nur leicht nach Essig. Ich folgte bisher der Empfehlung diese Rinse mit kaltem Wasser anzumischen. Wobei es mitunter echt hart ist, sich kaltes Wasser über den Kopf zu schütten. Ein Wachmacher war es allemal ;) Nachdem ich jedoch einer befreundeten Friseurin davon berichtete, klärte sie mich auf, dass es wurscht ist wie warm oder kalt das Wasser ist. Der Essig allein sorgt für eine ausreichende Pflege – muss eben nur verdünnt werden ;)

Ich verfahre ganz gut mit diesem Verfahren und empfinde meine Haare als gepflegt. Ich wasche sie etwa 2-3 Mal in der Woche und lasse sie jetzt im Sommer gern an der Luft trocknen.

Demnächst stelle ich euch auch mal die Haarkuren vor, die zusätzlich für eine optimale Haarpflege sorgen.

#lessplastic | Weniger Müll im Badezimmer – Teil 2

Rezept für eigene Haarseife

Die Sheabutter vorsichtig schmelzen. Am Besten im Wasserbad. Denn Sheabutter sollte nicht über 100 Grad erhitzt werden.

Da das SLSA Tensid Augen und Nase reizen, empfehle ich einen Mund/Nasenschutz sowie Brille. Ich selbst binde mir dann gern ein Geschirrtusch um den Kopf (sieht lustig aus).

Tensid mit der Maisstärke mischen. Ätherischen Öle zugeben. Immer vorsichtig, damit es nicht staubt. Bei Bedarf Lebensmittelfarbe dazugeben. Sheabutter dazu geben und rühren bis eine homogene Masse entsteht. Am Ende am Besten mit den Händen. Die Masse sollte Knete ähnlich sein.

In die Seifenformen drücken und fest werden lassen. Geht recht schnell ;)

Saure Rinse mit Apfelessig

  • 1l-Flasche
  • 2 EL Apfelessig
  • Wasser (Wärme nach eigenem Befinden)

Den Apfelessig in die Flasche geben und mit kaltem Wasser auffüllen. Nach dem Haare waschen mit Haarseife über die Haare gießen. Nicht auswaschen!

#lessplastic | Weniger Müll im Badezimmer – Teil 2

About the Author

Teilzeit-Alleinerziehend, Teilzeit-arbeitend, manchmal überfordert, Mama eines zuckersüßen Buben, Soldatenfrau, ein wenig verrückt und mit ganz viel Herz ausgestattet.

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