Jetzt muss ich doch endlich mal davon berichten. Immerhin stehen diese leckeren Gläser schon eine Weile bei uns im Schrank.

Es geht um Löwenzahnhonig 🙂

Wie kam ich auf die Idee?

Naja, ich folge via Twitter, Instagram und Facebook so einigen Seiten. Durch puren Zufall wurde ich im Frühling auf den Beitrag von Geborgen Wachsen aufmerksam. Mehrfach verlinkt durch andere Blogger.

Sie schrieb darüber wie man Löwenzahnhonig selbst machen können. Für mich Neuland. Meine Mutter meinte sofort:

„Ja, das haben wir früher immer gemacht. Gab ja kaum was anderes.“

Wer den Beitrag von Geborgen Wachsen lesen mag, finden diesen hier.

Dann ging es los.

1_ Löwenzahnhonig_Löwenzahn sammelnSpontan wie ich war, starteten wir praktisch sofort. Ich las den Artikel und am Tag darauf holte ich den Kleinen von der Kita ab…wo wir direkt mal noch den Löwenzahn sammelten 🙂

Für meinen Kleinen ein Riesenspaß!

Es dauerte auch nicht lange bis wir einen tollen Strauß zusammen hatten.

Dann fix nach Hause. Die Blüten wurden ordentlich gespült und auch mit heißem Wasser übergossen.2_Löwenzahnhonig_Ab in den Topf

Wir hatten etwas 1-2 Hände voll Blüten (ich habe kleine Hände!) und übergossen diese mit etwa 0,5l Wasser. Das ließen wir dann über Nacht und bis zum nächsten Spätnachmittag stehen. Das musste ja richtig durchziehen.

3_Löwenzahnhonig_AbseihenDann wurde die Flüssigkeiten samt Blüten durch ein Geschirrtuch abgeseiht.

Ich musste ganz schön drücken bis ich alle Flüssigkeit herausgequetscht hatte 😀

Die Blüten waren dann nur doch für Kompost oder Bio-Tonne gut. Ansehnlich waren sie definitiv nicht mehr 🙁

Nun kam der Zucker dazu. Ich dachte, dass es mit Gelierzucker ein etwas festerer Honig wird. Also kaufte ich welchen Nordzucker Gelier Zucker 1:1. Gut die Hälfte der Packung landete direkt mit im Topf und die Masse wurde unter Rühren erhitzt.

Dazu einen Spritzer Zitronensaft natürlich!

Das ganze musste köcheln! Aber nur ganz leicht! Und gelegentliches Rühren nicht vergessen! Sonst brennt es an.

6_Löwenzahnhonig_Gläser reinigenNach etwa einer Stunde testete ich immer mal wieder die Festigkeit. Dazu nahm ich den Löffel mit dem ich umrührte und legte ihn auf einen Teller. Da sammelte sich meist etwas von dem „Honig“ und wenn man das ganze etwas abkühlen ließ konnte man mit dem Löffel testen, ob Fäden ziehen.

Ich ließ das ganze fast 5h (!!!) leicht köcheln. Das Wasser sollte ja langsam verdampfen. In der Zeit drehten mein Mann und ich abwechselnd am Herd unsere Runden. Temperatur rauf, Temperatur runter. Rühren…

So nach 4h – also 1h bevor ich den Topf vom Herd nahm – wusch ich drei Weck-Gläser ab. Mehr brauchte ich bei der Menge wirklich nicht!

Dann war es soweit!

7_Löwenzahnhonig_FertigDer Löwenzahnhonig hatte eine dunkle, caramelähnliche Farbe angenommen und war zumindest ein wenig klebrig.

Aber schon saulecker!

Die heiße Masse kam direkt in die heiß ausgespülten Weckgläser und wurde sofort verschlossen.

Das ließ ich dann wieder über Nacht auskühlen.

Der letzte Schliff waren noch die Etiketten zum Inhalt und Datum.

Was wir damit machten?

Also ein Glas wanderte direkt in die Hände meiner Kollegin. Sie war begeistert von dieser Idee und wollte unbedingt mal probieren.

Ein Glas ging an meine Mutter. Die Nostalgie musste ja ein wenig gefördert werden 😀

Und ein Glas war natürlich für uns.

Mein Kleiner mag seit neuestem Fencheltee mit Löwenzahnhonig.

Noch ganz kurz zum Geschmack

Der ist sehr dezent. Gar nicht so extrem süß wie man bei all dem zugeführten Zucker erwarten würde. Wahrscheinlich liegt das am Löwenzahn selbst. Er roch etwas herb und gab diese Note wohl auch an das Endprodukt weiter.

Auf jeden Fall sehr lecker.

Fazit

Prima zu Tee oder Müsli!

Nächstes Jahr sammeln wir so viel Löwenzahn, dass ich den Honig auch zum Backen nehmen kann 🙂