Ab und an rutschen mir auch solche Bücher in die Hände. Und an „Mein Herz ist eine Insel“ musste ich einfach mein Herz verlieren.

Denn ich liebe Schottland! Wahrscheinlich lese ich deshalb auch so oft schottische Liebesromane 😅 Ich bin eben noch nie über andere Bücher gestolpert, die auch in diesem traumhaft schönen Land spielen. Und dann geht es auch noch um die schottischen Inseln 😍 

Über „Mein Herz ist eine Insel“ von Anne Sanders

Isla Grant bricht nicht so schnell zusammen. Doch es ging ihr schon mal deutlich besser. Von heute auf morgen steht sie ohne Freund, Wohnung und Job da. Was bleibt ihr also anderes übrig als nach so vielen Jahren wieder nach Hause zurück zu kehren? Nach Bailevar. Eine winzige Insel an der rauen Westküste Schottlands.

Dabei hat sie schon seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie. Und als sie dann noch ihrer Jugendliebe Finn über den Weg läuft muss sich Isla mit all den unliebsamen Erinnerungen auseinander setzen. Aber es gibt für sie einen Lichtblick. Die alte Dame Shona. Für Isla ist sie das Herz der Insel. Der Fels in der Brandung, welcher mit seinen Geschichten rund um die verschwundene Insel immer wieder zu begeistern weiß.

Doch schon bald ereignen sich auf der Insel ungewohnte Dinge. Isla muss erkennen, dass Shona ein tragisches Geheimnis verbirgt und wird auch selbst von ihrer Vergangenheit eingeholt.

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„…weißt du, nicht jeder hat ein Herz wie eine Insel – unberührbar, unerreichbar, aus Fels und Stein.“


Meine Meinung zu „Mein Herz ist eine Insel“ von Anne Sanders

Wie ich schon oben schrieb: Ich liebe Schottland und könnte immer wieder dorthin reisen. Die raue Natur, das zum Teil urige Volk und einfach diese Freundlichkeit, die einem überall begegnet. Mit Schottland verbinde ich einfach einige der schönsten Erinnerungen meines Lebens. Da passte „Mein Herz ist eine Insel“ einfach perfekt und ich musste es unbedingt lesen. Dabei stellte ich mir dank des mir bekannten Plots eigentlich etwas anderes darunter vor. Nicht weiter schlimm, denn meine Erwartungen wurden deutlich übertroffen.

Isla ist störrisch, ein wenig egozentrisch und eben durch ein tragisches Ereignis aus ihrer Kindheit stark gezeichnet. Dennoch ist sie einfach sympathisch. Denn ihr Herz sitzt am rechten Fleck. Auch wenn ihre Rückkehr zu ihrer Familie recht holprig erfolgt und sie es irgendwie nie schafft lässt sie sich nie unterkriegen. Und es muss wohl irgendeinen unterschwelligen Grund geben warum sie es nie schafft die Fähre zu erreichen, um die Insel wieder zu verlassen.

Dann ist da auch Finn, dessen Sicht in dem einen oder anderen Kapitel wiedergegeben wird. An der Stelle möchte ich unbedingt die Tomatenszene hervorheben. Ich habe Tränen gelacht. Aber weiter im Text. Finn ist so fest mit der Insel verwachsen, dass ihm die Entscheidung zwischen Isla und Bailevar förmlich das Herz bricht. Doch wenn Isla die Insel wieder verlässt steht ebendiese Entscheidung für ihn schon fest. Dabei ist er so zurückhaltend, so verständnisvoll, dass ich ihn manchmal schütteln wollte und schreien „Kämpfe!“.

Ich fieberte hier einfach mit.

Dann ist da auch Shona. Die liebe Großtante von Finn, die für Finn sowie Isla eigentlich vielmehr wie eine Großmutter ist. Sie hält irgendwie alles zusammen und gibt ihr Bestes, um den beiden zu ihrem Glück zu verhelfen. Dabei kommt Stück für Stück heraus, dass auch Shona ein Geheimnis umgibt, welches einfach nur tragisch und traurig ist.

Insgesamt gibt es hier tatsächlich gut vier Geschichten, die die Hauptfiguren auf Trab halten und für reichlig Unterhaltung sorgen. So klein die Insel ist, allein durch die Rückkehr von Isla wird es eben nicht langweilig und ich würde zu gern weiter lesen. Doch leider war das Buch viel zu schnell zu Ende.


„Diese Legende…sie ist die Magie in unserem Herzen. Sie ist das, was uns in schlimmen Zeiten davor bewahrt, den Glauben an uns selbst zu verlieren, besonders dann, wenn die Realtität an unseren Träumen zerrt. Sie ist das, was uns hoffen lässt, denn das Wunder ist immerhin schon einmal geschehen.“


Über die Autorin Anne Sanders

Anne Sanders ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin. Sie lebt in München und war als Journalistin tätig, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, bevor sie sich der Schriftstellerei widmete. Ihr Cornwall-Roman „Sommer in St. Ives“ landete auf Anhieb auf der Spiegel-Bestsellerliste. Unter anderem Namen veröffentlicht die Autorin Bücher für jugendliche Leser.