Der letzte Abschnitt! Und ich war so schnell durch, dass ich es immer noch kaum fassen kann.

Mein Eindruck zu Abschnitt 4 – Kapitel 25-29

Die Geschichte nahm eine Wendung…Boah! Vor allem das letzte Kapitel warf das ganze Buch einfach noch mal über den Haufen und alles was man bis dahin glaubte stellte sich einfach als falsch heraus.

Ich möchte hier nicht zu viel verraten. Aber wenn es einem schwer fällt bei diesem Buch dran zu bleiben – was ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen könnte – der sollte sich wirklich Mühe geben. Denn diese letzten Seite haben es in sich und lassen einen noch mal komplett umdenken.

Was ist Wahrheit? Wie kann man in einer solchen Welt lieben? Was, wenn man seine letzten Einträge im Tagebuch nicht gelesen hat und gerade dieses Wissen jetzt wichtig ist?

Natürlich möchte ich euch auch nicht meine Antworten zu den Fragen des Verlages vorenthalten:

1) Ist es fair, wie DI Richardson gehandelt hat? Wie hättest Du entschieden, nachdem Du die Wahrheit erfahren hast?

In dem Fall kommt es tatsächlich darauf an wie man sein Leben lebt. Ist man ehrlich und Wahrheitsliebend – so wie ich, dann hätte man sicher nicht so reagiert. Aber Hans sein Leben ist von so vielen Lügen geprägt, dass ihn diese eine nicht mehr stöhrt. Warum auch? Die Wahrheit würde in diesem Fall auch nichts ändern.

2) Glaubst Du, man lebt ohne Erinnerungen leichter, weil man jeden Tag unbelastet beginnt?

Ich glaube nicht, dass das Leben ohne Erinnerungen sich mit der Tatsache, dass man seine Tage unbelastet beginnt, vereinbaren lässt. Denn irgendetwas bleibt immer haften. Unser Körper neigt auch dazu Erinnerungen zu schaffen. Nehmen wir hier nur mal Claire. Sie geriet wegen Erfahrungen der Vergangenheit in eine regelrechte Abwärtsspirale. Auch in Träumen verarbeitete sie diese oft weiter. So ganz unbelastet kann der Tag also gar nicht beginnen. Auch wenn man sich nicht mehr an das vergangene erinnert.

Ende der Lese-Aktion des Verlages

Das war für mich das erste Mal, dass ich an einer solchen Aktion teilgenommen habe. Und es macht mir tatsächlich tierisch Spaß. Nur kann ich definitiv nicht mit den ganzen Buchbloggern mithalten. Die posteten meist schon ihre Meinung zu den einzelnen Abschnitten, wenn dieser gerade erst starten sollte. Viele waren auch schon nach kurzer Zeit mit dem kompletten Buch durch und veröffentlichten direkt ihre Rezension. Das nahm mir dann schon ein wenig den Wind aus den Segeln.

Nichtsdestotrotz machte es Spaß.

Besonders das Highlight mit dem Autoren-Twitter-Chat. Leider waren wir dann doch zu viele, 140 Zeichen sind zu wenig und die Autorin musste meist die selbe Frage beantworten. Leider fand ich es dennoch etwas mager wie sie meine Frage beantwortete. Denn es will mir noch immer nicht in den Kopf wie die Hauptfiguren Erinnerungen und Fakten trennen. Aber vor allem wie sie sich an Ehepartner oder Verwandte erinnern. Denn von Fotos war in keiner Weise die Rede.

Blendet man aber diese Widersprüche aus und akzeptiert einfach den Aufbau dieser Welt, dann macht es umso mehr Laune, dass Felicia Yap bereits an der Fortsetzung arbeitet.