Und wieder eines meiner zahlreichen Nähprojekte, welches ich euch zeigen möchte. 

Über das Schnittmuster Nizza

Ich mag diese einfachen Schnitte. Nizza ist schlicht, figurbetont und hat durch die breiten Bündchen an den Ärmeln sowie der Rundung am Saum ein kleines Highlight im Design.

Die Nähgröße passt auch wieder genau zu der Kaufgröße. Ich musste also keine 38 nähen 😉

Meine Erfahrung mit dem Schnitt Nizza

Für das Shirt sind insgesamt 7 Teile erforderlich – es sei denn man hat nicht genug Jersey von dem einen Muster und wandelt so wie ich drastisch ab. Man behält also gut den Überblick und kann nicht so leicht den einen Ärmel mit dem anderen vertauschen.

Dennoch musste ich natürlich wieder so einige A4-Seiten zusammenfügen. Doch so langsam bin ich darin geübt und habe mir eine gewisse Routine angeeignet. Ich brauche also nicht mehr Stunden dafür endlich alle Schnittmusterteile beisammen zu haben, um endlich mit dem Nähen zu starten.

Das Shirt lässt sich dann recht schnell nähen. Der Saum ist durch die Wölbung eine kleine Herausforderung. Hier lohnt es sich den Bruch genau zu markieren und ordentlich zu bügeln. Von letzterem bin ich absolut kein Fan. Aber was muss, das muss.

Was mich selbst an dem Schnittmuster stört

Ich gebe an dieser Stelle zu: Ich habe das Shirt nun schon drei mal genäht. Und drei Mal genau nach Anleitung. Und jedes Mal habe ich mich danach tierisch geärgert.

Nicht, dass die Anleitung schlecht wäre, aber ich denke einfach, dass man bei den Bündchen etwas anders arbeiten könnte. Denn die Shirts haben an den Ärmeln unangenehme Nähte. Für andere ist das sicher ok. Mich dagegen stört es sehr. Es juckt mitunter.

Was ich also ändern würde:

Die Bündchen werden gemäß dem Schnittmuster noch vor dem Schließen der Seitennähte an Ärmel bzw. Halsausschnitt angebracht. Damit sind die zugehörigen Nähte nicht innenliegend zwischen zwei Stoffschichten, sondern liegen offen ersichtlich auf der linken Seite des Shirts.

Ich habe nun schon so viele Schnitte mit dehnbaren Materialien gemacht, dass ich hier anders vergehen würde. Ich würde die Bündchen erst ganz zuletzt anbringen. D.h. Schultern sowie Seiten sind geschlossen und die Ärmel bereits dran. Dann die Bündchen jeweils längs zusammenlegen, Kanten schließen, Bündchen zur Hälfte zusammenlegen sodass die soeben genähten Seiten innen liegen und erst dann an das Shirt nähen.

Sollte ich mir noch ein viertes Nizza nähen, mache ich es definitiv so. Es sei denn ich Schussel vergesse es wieder.

Dann wäre da noch der Saum

Irgendwas habe ich bei diesem falsch gemacht. Einzig bei meinem ersten Shirt – dem lilanen – bleibt er unten. Bei den anderen beiden rollt er sich leider immer wieder nach oben. Irgendwo muss ich zu sehr gedehnt haben oder ich habe die Rundung nicht ganz wie es soll hinbekommen. Jedenfalls will es nicht unten bleiben. Ich habe hier auch schon zwei Nähte nebeneinander gesetzt. Einfach in der Hoffnung den Saum noch etwas zu fixieren. Leider ohne Erfolg 🙁

Dennoch trage ich die Shirts sehr gerne. Sie sind bis auf die manchmal juckenden Ärmelnähte bequem und so manche Freundin war schon auf die verwendeten Stoffe neidisch. Leider kann ich euch nicht mehr sagen wo ich die her hatte. Dürfte ein bunter Mix aus Alles-fuer-Selbermacher, Amazon und eBay sein.

So, und nun wird das hier natürlich auch bei RUMS verlinkt 😉