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„Palace of Glass – Die Wächterin“ von C.E. Bernard | Rezension

Leipziger Mama - „Palace of Glass - Die Wächterin“ von C.E. Bernard

Ich freue mich so sehr. Denn dieses Buch durfte ich gemeinsam mit 59 anderen Bloggern exklusiv vor der Veröffentlichung lesen und immer wieder davon berichten.

Nur so viel konnte ich am Ende gar nicht berichten, da es mir sehr schwer fiel das Buch aus der Hand zu legen. So hatte ich es tatsächlich nach nur wenigen Tagen durch :D

Aber nun zum Buch selbst, denn das muss ich euch heute, so kurz vor seiner Veröffentlichung noch vorstellen.

Über „Palace of Glass – Die Wächterin“ von C.E. Bernard

Stell dir vor, du lebst in einer Welt, in der es sündig ist, jemand anderen zu berühren. Denn niemand kann sich sicher sein, ob sein Gegenüber nicht mit dieser einen Berührung alles über einen erfahren kann. Oder noch schlimmer, einen zu etwas beeinflusst.

Daher sind im Jahre 2054 Berührungen illegal. Und das schon mehr als 20 Jahre.

In dieser Welt ist Rea Emris aufgewachsen. Doch Rea sündigt in jeder Minute ihres Lebens. Wenn sie denkt, wenn sie fühlt, wenn sie jemanden berührt. Denn Rea ist eine sogenannte Magdalena und muss täglich um ihr Leben fürchten.

Um ihre Haut- und Geistgier im Griff zu behalten steigt sie regelmäßig in den Ring und besiegt – obwohl sie eine zierliche Frau ist – einen Gegner nach dem anderen im Faustkampf. Obwohl nicht legal, bleibt dieses Talent auch dem britischen Königshaus nicht unverborgen und plötzlich wird Rea Leibwächterin des Thronfolgers.

Damit beginnt für Rea ein etwas anderer Spießrutenlauf. Kann sie auch so gut kämpfen, wenn sie die Gedanken ihres Gegenübers nicht lesen kann? Kann sie vor den anderen Wächtern und auch vor dem König selbst ihr Geheimnis bewahren? Und kann sie ihr Herz schützen?

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Leipziger Mama - „Palace of Glass - Die Wächterin“ von C.E. Bernard | Rezension

Meine Meinung zu „Palace of Glass – Die Wächterin“ von C.E. Bernard

Also an diesem Buch hätte ich sicher auch nicht vorbeigehen können, wenn ich es im Buchladen entdeckt hätte. Das recht schlichte Cover mit diesem Glamour-Effekt fällt neben all den Büchern einfach auf.

Doch vor allem der Inhalt hat mich überzeugt. Ich war von der ersten Seite an gefesselt und musste mich nicht ein Mal dazu überwinden weiter zu lesen, sondern konnte es eigentlich kaum noch erwarten das Buch wieder zwischen die Finger zu kriegen.

Da C.E. Bernard „Palace of Glass“ in der Ich-Perspektive geschrieben hat, fühlt man sich direkt in Rea hinein versetzt. In ihr Leiden, ihre täglichen Herausforderungen und in ihre Ängste. So besteht man bereits auf den ersten Seiten gemeinsam mit Rea einen Faustkampf gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner mit dem Namen „Zwei-Meter-Zehn“. Und so wird man auch direkt blind für die Gefühle, der Männer in Reas Umfeld. Denn schnell wird klar, dass sich Rea so manches Mal zu sehr auf ihre angeborenen Fähigkeiten verlässt.

Doch nicht nur Rea fand ich beeindruckend. Sondern auch die Duchess Ninon. Bereits auf den ersten Seiten, wo sie erwähnt wurde, musste ich sie mit Google vergleichen. Denn sie weiß einfach alles über einen. Was schon etwas angsteinflössend sein kann. Doch schnell entpuppt sie sich als eine zuverlässige Freundin, der man sich tatsächlich bedenkenlos anvertrauen kann.

Und da sind noch die Männer um Rea herum.

Da wäre schon mal Robin – der Thronfolger. Er kämpft mit seinen eigenen Geheimnissen und erscheint daher im ersten Moment als unnahbar und arrogant. Es gab ungefähr Mitte des Buches eine Stelle, wo ich wirklich verblüfft war. Denn er erschien einfach wie ein Weichei. Doch er zeigte nach und nach zu was er alles fähig ist und was für ein König er mal werden könnte.

Dann ist da der Weiße Ritter. Japp, der nennt sich wirklich so. Blanc stammt aus Frankreich und hat sich so wie Rea erst an Faustkämpfen erprobt. Nun gehört er zu den fähigsten Kämpfern Europas und führt die Leibgarde des Königshauses an. Doch irgendwie habe ich das Gefühl, das da mehr zwischen ihm und Rea sein könnte. Und die Gedanken seiner Freunde sprechen auch stark dafür. Die hat Rea zwar so einige Male gehört. Aber ich glaube, sie weiß sie nicht zu deuten. Daher bin ich mal gespannt, was sie hier noch entwickelt.

Und dann ist da noch Mister Galahad. Er holte Rea an den Hof und war sozusagen der erste der Männer, der sie kennenlernte. Ihm ist seine Familie ziemlich peinlich, weshalb er lieber mit seinem Spitznamen angesprochen wird. Zudem ist er sehr unnahbar und sieht als seine Pflicht sich an die Regeln zu halten. Er ist also sehr auf seine Ehre konzentriert. Dennoch mag er sehr das Geplänkel mit Rea und ist gerade in der ersten Zeit ihr Halt am Hof. Doch auch er verbirgt wie alle anderen ein Geheimnis. Das durfte man tatsächlich noch am Ende dieses Buches erfahren und es hat es tatsächlich in sich.

Ihr merkt es schon. Ich bin einfach begeistert von diesem Buch und kann es gar nicht erwarten die nächsten beiden Bücher der Reihe in die Finger zu bekommen.

Ja, manchmal ist es schwer nachvollziehbar wie extrem diese Berührungsangst ausgelebt wird und wie sehr sich ein jeder diesen Normen und Werten unterordnet. Doch gerade das hält den Spaß am Lesen aufrecht. Vor allem wie Rea sich nach und nach gegen eben diese Regeln auflehnt. Dieser Wandel ist schon sehr faszinierend.

Was ich mir jedoch für eines der nächsten Bücher wünschen würde, wäre etwas mehr Hintergrundwissen. Entstand diese zukünftige Gesellschaft auf Basis der heutigen? Oder ist es eine Art Paralleluniversum? Wie kam die neue Tudor-Dynastie an die Macht? Wir konnte diese entstehen? Immerhin verehren sie Maria I. und nennen sie jungfräuliche Herrscherin. Zudem fällt es mir schwer mir das mit den Schleppen vorzustellen und da wünschte ich mir tatsächlich Bilder dazu. Aber das steht auf einem anderen Blatt ;)

Na? Neugierig? Dann holt euch das Buch jetzt, denn am 18.03.2018 erscheint es offiziell in der Buchhandlung.

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Leipziger Mama - „Palace of Glass - Die Wächterin“ von C.E. Bernard | Rezension

Über die Autorin C.E. Bernard

Hinter C.E. Bernard steckt Christine Lehnen, die 1990 im Ruhrgebiet geboren wurde, aber seither bereits in Kanada, USA, Australien und Paris gelebt hat. Ihre Kurzgeschichten wurden mit den Literaturpreisen der Jungen Akademien Europas und der Ruhrfestspiele Recklinghausen ausgezeichnet.

Christine lehrt seit 2014 Literarisches Schreiben an der Universität Bonn. Und so ganz nebenbei studiert sie Englische Literatur und Politikwissenschaft. Auch die Forschung zum Thema Kreatives Schreiben und die Inszenierung von Theaterstücken mit der Bonn University Shakespeare Company gehören zu ihrem Tagewerk.

  • Bewertung
5

Kurzfassung

Pro
– Flüssig, eingängig und sehr fesselnd geschrieben
– Man fühlt sich direkt mit der Hauptfigur auf einer Wellenlänge
– Dieses Unverständnis für ein Leben ohne Berührungen, unterstützt vielmehr den Lesefluss als ihn zu hemmen.

Con
– An der einen oder anderen Stelle hätte ich mir dann doch etwas mehr Erklärungen gewünscht. Zum Beispiel wie es dazu kam, dass die neue Tudor-Linie herrscht und Maria I. verherrlicht.

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Tags
Anne

Teilzeit-Alleinerziehend, aktuell leidenschaftliche Hausfrau und Schülerin, manchmal überfordert, Mama eines zuckersüßen Buben, Soldatenfrau, ein wenig verrückt und mit ganz viel Herz ausgestattet.

  • 1

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1 Comment

  1. Nicole 17. März 2018

    hört sich interessant an, ich mag sowas auch gerne, Danke für den Tipp

    LG

    Antworten

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