Dank einer Mail mit 4 jeweils 3-seitigen Dokumenten hatte ich das Gefühl, dass man sich in den 6-Wochen Sommerferien ein paar Gedanken zum weiteren Vorgehen gemacht hat. Dennoch hält meine Skepsis an. Und der erste Schultag macht es nur unwesentlich besser.

Das waren die Informationen auf den letzten Drücker

Wir wussten bis zuletzt wirklich nicht, was die Schulleitung und das Lehrerkollegium ausgeheckt haben. Am Freitag dann die erlösende Mail. Und zack, Ernüchterung macht sich breit.

4 Wochen Klassenleiterunterricht

Die vergangenen Jahre hatten die Kinder immer mindestens die erste Woche Klassenleiterunterricht. Und eigentlich waren ja auch die letzten Wochen der 2. Klasse nicht anders. Doch gemäß der letzten Mail werden nun die ersten vier Wochen ausschließlich mit dem Klassenlehrer verbracht. Man bemüht sich von allen Fächern etwas unterzubringen. Aber ich frage mich, ob die Lehrerin überhaupt in der Lage ist, neben Deutsch, Mathe und Sachkunde auch alle anderen Fächer zu vermitteln. Allem voran Englisch und Französisch.

Ja, mein Sohn hat ab der 3. Klasse zwei Fremdsprachen. Französisch hat er aber bereits seit der 1. Klasse.

Ich will der Lehrerin wirklich nichts unterstellen. Sie wird sicher ihr bestes geben. Ich finde es nur viel verlangt, dass sie nun von allen Fächern Wissen vermitteln soll. Auch wenn es hier “nur” um eine 3. Klasse geht, setzt man doch auch einen Grundstein in der Ausbildung der Kinder. Und das ist definitiv nicht leicht. Vor allem, wenn man nicht unbedingt in allen Fächern geschult ist.

1 Woche Projektwoche

Diese Projektwoche gibt es jedes Jahr. Normalerweise direkt vor den Herbstferien. Warum auch immer, dieses Jahr schließt sie direkt an 4 Wochen Klassenleiterunterricht an. Finde ich nicht weiter schlimm. Mein Sohn hat in der Zeit immer Spaß und ich bin schon sehr auf das Thema gespannt.

Und was kommt danach?

Das steht noch gar nicht fest. Die ersten fünf Schulwochen sind scheinbar eine Art Testlauf, wie die folgenden Monate gestaltet werden könnten. Was ich auch gar nicht verkehrt finde. Denn aktuell ist alles so unsicher, dass selbst bei einem festen Plan ganz schnell alles über den Haufen geworfen werden könnte und man mal wieder extrem flexibel reagieren muss.

Die tägliche Unterschrift entfällt

Halleluja! Ich stand wirklich oft direkt vor dem Schulgebäude und kramte noch fix den Kulli hervor. Nun mussten wir nur eine Seite unterschreiben, die für die nächsten Wochen vollkommen ausreicht. Ich bin zwar keine Ärztin, aber ich bemühe mich tatkräftig die Vorgaben einzuhalten und weiterhin tapfer abzuschätzen, ob mein Sohn auch nur ein Symptom zeigt. Immerhin hab ich dafür auch unterschrieben 😉

Maskenpflicht und Betretungsverbot

Weiterhin müssen die Kids eine Maske beim Betreten des Geländes, in den Fluren und in den Sanitärräumen tragen. Zudem gilt es die Hände zu Waschen sobald die Kinder das Klassenzimmer betreten. So steht es jedenfalls in den Hygieneregeln. Ob die Kinder sich dran halten oder die Lehrerin kontrolliert, bleibt abzuwarten.

Zudem darf das Gebäude nur eingeschränkt, mit Maske und Abstand betreten werden. Meist kommt man nun über das Foyer bzw. Sekretariat nicht mehr hinaus.

Schulstart unter Pandemie-Bedingungen - Eindruck nach dem ersten Schultag

So war der erste Schultag

Aus meiner Sicht: Anstrengend!

Mein Sohn hat mal wieder einen neuen Klassenraum. Den musste er erst suchen und stand natürlich direkt im Falschen. Bei der neuen 1. Klasse. Zum Glück konnte er sich gemeinsam mit einer Klassenkameradin auf die Suche machen. Und wurde leider im obersten Stockwerk fündig. So schwer wie der Ranzen war, wurde das schon zu einer ordentlichen Sporteinheit.

Ja, der Ranzen war schwer. Er muss wieder alles in die Schule schleppen. All die Hefter und Hefte, die ich am Wochenende noch mühevoll vorbereitet habe. Eigentlich auch noch Kunstkiste, Kunstmappe, Wörterbuch und Sportzeug. Aber das gebe ich ihm lieber Häppchenweise die folgenden Tage mit. Allein der erste Schwung war schon ordentlich schwer.

Und am Nachmittag kam er mit 10 Heften wieder heim, die ich einschlagen musste. Auch diese hatten ihr Gewicht. Ein Buch war bereits eingeschlagen. Zumindest etwas 😉

Am Nachmittag hatte er wieder seine normalen Aufgaben daheim – darauf komme ich an anderer Stelle noch mal zu sprechen – und es war auch erstmals Fußballtraining nach den Ferien. Also ein anstrengender Tag, der durch 1,5 Stunden Training noch getoppt wurde.

Er darf also zurecht müde sein. Ich aber bitte auch!

Denn auch ich musste wegen der Schule wieder etwas eher aufstehen. Dafür sorgen, dass der Kleine aus den Federn kommt. Sein Lunchpaket packen und ihm den Ranzen zur Schule schleppen. Während er beim Training war, zog ich los und holte Hüllen für die 10 Hefte und suchte nach verdammten Hausschuhen in der Größe 34. Scheinbar reicht das eine paar Hausschuhe nicht mehr aus. Nein, es wird ein weiteres Paar gefordert. Leider wurde ich nicht fündig und muss erneut auf die Suche gehen 🙁

Schnell noch auf den Punkt gebracht

Es bleibt die nächsten Wochen abzuwarten wie es weiter geht. Der 1. Schultag erschien vergleichsweise recht normal. Wahrscheinlich wäre ich auch nicht bis zum Klassenzimmer mitgegangen, wenn ich es dürfte. Mein Sohn ist in der 3. Klasse und darf gern etwas selbstständiger werden.

Das Gewicht der Ranzen bzw. Unterlagen ist jedes Jahr nichts Neues. Immer schleppen die Kinder ordentlich Kram in die Schule und eben auch Bücher wieder nach Hause. Auch wenn ich es einfach nicht begreife warum die Kids jedes Jahr einen neuen Klassenraum bekommen.

Und die Masken? Die gehören nun schon so sehr zu unserem Alltag, dass sie kaum erwähnenswert sind.

Ich lasse es nun vielmehr auf uns zukommen und warte ab. Insbesondere wann wir das erste Mal zu Hause bleiben müssen, weil mein Sohn zwei Tage in Folge geniest hat. Immerhin steht der Herbst schon auf der Matte. Da werden die 10 Kind-krank-Tage sicher schnell aufgebraucht sein 🙁


Hups, nun hab ich wieder mehr geschrieben als beabsichtigt. Sorry, war wieder mal ein wenig Frustabbau dabei 😉

Wie war denn euer 1. Schultag während der Pandemie-Zeit?

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Teilzeit-Alleinerziehend, Teilzeit-arbeitend, manchmal überfordert, Mama eines zuckersüßen Buben, Soldatenfrau, ein wenig verrückt und mit ganz viel Herz ausgestattet.

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