Es gibt nicht viele Storys, die einen regelrecht fesseln können. Aber bei Schwesterherz – meinem spontan angefragten Rezensionsexemplar – war es wieder mal soweit. Und dabei mag ich schwedische Romane eigentlich gar nicht. Die Meinung ändert sich nun nach und nach.

Leipziger Mama - Schwesterherz

Über „Schwesterherz“ von Kristina Ohlsson

Wer war Sara Texas? Kaltblütige Serienmörderin oder unschuldiges Opfer?

Staatsanwalt Martin Benner will Bobby Tell eigentlich schnellstmöglich wieder loswerden: Dieser ungepflegte, nach Zigaretten stinkende Kerl wirkt erst mal wenig vertrauenswürdig. Sein Anliegen ist nicht weniger prekär: Tells Schwester Sara – eine geständige fünffache Mörderin, die sich noch vor der Verfahrenseröffnung das Leben nahm – soll unschuldig gewesen sein, und Benner soll nun posthum einen Freispruch erwirken. Vor Gericht hätte die Beweislage damals nicht mal ausgereicht, um Sara zu verurteilen, doch unbegreiflicherweise legte sie ein umfassendes Geständnis ab und konnte sogar die Verstecke der Tatwaffen präzise benennen. Benners Neugier ist geweckt, und er nimmt das Mandat an …

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Meine Meinung zu „Schwesterherz“ von Kristina Ohlsson

Also eigentlich ist dieser Anwalt ein absolutes Arschloch. Aber wahrscheinlich hat auch er es nicht verdient in diesen ganzen Fall auf eine solche Weise hineingezogen zu werden. Doch der Einblick in seine Vergangenheit (arbeitete mal als Polizist und erschoss versehentlich einen Unschuldigen) machen ihn dann doch wieder etwas sympathischer. Ich möchte nun aber nicht zu viel von der Story erzählen, denn ihr müsst es unbedingt selbst lesen.

Der Erzählstil unterscheidet sich wirklich stark von so vielen anderen Büchern, die ich sonst lese. Denn das ganze Buch ist wie ein Interview geschrieben. So bleibt die Story chronologisch und ohne verwirrende Zwischensequenzen zu Szenen aus der Vergangenheit. Diese werden eben im Interview selbst mit angesprochen.

Aber dieser Stil macht das Buch keineswegs zu einem trockenen Lesevergnügen, sondern hält tatsächlich die Spannung bis zum Schluss. Es war wirklich schwer das Buch aus der Hand zu legen.

Was mich aber stört ist dieses offene Ende. Will man also wissen wie es weitergeht kommt man um die Fortsetzung Bruderlüge* drum herum.

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Über die Autorin Kristina Ohlsson

Kristina Ohlsson, Jahrgang 1979, arbeitete im schwedischen Außen- und Verteidigungsministerium als Expertin für EU-Außenpolitik und Nahostfragen, bei der nationalen schwedischen Polizeibehörde in Stockholm und als Terrorismusexpertin bei der OSZE in Wien. Mit ihrem Debütroman „Aschenputtel“ gelang ihr der internationale Durchbruch als Thrillerautorin, gefolgt von weiteren Fällen von Fredrika Bergman und Alex Recht. Neben der Veröffentlichung ihrer erfolgreichen Jugendbücher schuf Kristina Ohlsson einen neuen Ermittler: Anwalt Martin Benner, der in „Schwesterherz“ und „Bruderlüge“ einen aufsehenerregenden Fall löst.