So, nachdem nun das Gewinnspiel durch ist und unsere liebe Sylvi von Mom’s favorites and more glücklich gemacht wurde, muss ich mir nun auch endlich mal die Zeit nehmen an ihrer tollen Blogparade teilzunehmen.

Dann wollen wir doch mal überlegen…

Die Vorweihnachtszeit

Weihnachten sind bei uns nicht nur diese 3 Tage. Sondern eigentlich ein ganzer Monat.

Bereits im November fangen wir an.

Schritt 1: Feiertage verteilen!

Durchführung:

Wer als erstes und am lautesten seinen Wunschtag nennt, der gewinnt.

Dieses Jahr hat meine Mutter gewonnen und wir sind den ersten Feiertag im Kreis meiner Familie.

Schritt 2: Die ersten Geschenke…

Im November sitzt das Geld meist noch etwas lockerer. Und man mag es kaum glauben, sie sind oft noch günstiger als kurz vor Heiligabend.

Einziger Haken an der Sache: Ich gebe auch der Verwandtschaft schon im November Tipps worüber sich der Kleine freuen würde. Das wird zwar meist mit einem Nicken abgesegnet. Blöderweise vergessen dann alle wieder was man besprochen hat.

Das Ende vom Lied: Jeder kauft dann doch wieder was anderes oder fragt noch drei mal nach.

„Dieses Jahr gibt es dann wohl keinen Kino-Gutschein für den Kleinen. Dabei hatte er sich den gewünscht :(„

Schritt 3: Weihnachtskarten entwerfen!

Ja, ich gestalte jedes Jahr persönliche Weihnachtskarten. Mal postieren wir drei uns auf dem Sofa. Mal sitzen wir irgendwo in der Innenstadt uns lassen uns von Bekannten knippsen. Ganz egal. Hauptsache alle drei sind drauf.

Das machen wir nun seit der Geburt unseres Kleinen. Im ersten Jahr war er noch allein auf den Karten. Nackig bis auf die Windel, mit Weihnachtsmütze und roter Decke als Unter- sowie Hintergrund. Alle waren begeistert.

Nun wächst unsere Adressliste jährlich. Und wehe es gibt mal keine Karten oder jemand fehlt auf der Liste. Es gibt nie ein Feedback, wenn sie da sind. Aber auf jeden Fall, wenn keine kommt. 🙁

Auch die wird gemeinsam mit den Karten zusammen gestellt. Immerhin müssen wir ja wissen wie viele Karten es werden sollen.

Dieses Jahr waren wir beim Fotografen und ließen erstmal professionelle Bilder von unserer kleinen Familie machen. Dementsprechend kamen zwei davon auf die Karten. Gebastelt wurden die dann mit Adobe Illustrator. Gedruckt bei Rossmann (10er Pack für 4,99€).

Manchmal lasse ich den Text auf der Rückseite mit drucken und lasse dann noch Spielraum für ein paar handschriftliche Zeilen.

Habe ich dieses Jahr vergessen. 40 Karten per Hand beschriftet. Mit Text und Adressen. Der Krampf ist noch immer in der Hand 😀

Schritt 4: Weihnachtsdeko!

Die ist bei uns fast immer gleich und wächst nach und nach an. Und ja, die gehört bei uns in die Vorweihnachtszeit.

Da wir die Feiertage und meist auch die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr bei der Verwandtschaft verbringen lohnt sich die Tradition meiner Familie leider nicht mehr.

leipziger-mama_weihnachten_deko_2Als Kind holte mein Vater den Baum immer am 23. (spätestens am 24.) 12. ins Haus. Dann wurde er am Vormittag vom 24.12. dekoriert.

Das ist bei unserer kleinen Familie schon gar nicht mehr möglich. Und es wäre einfach zu schade, wenn wir ihn aufstellen und dann fast sofort wieder abbauen.

Daher steht unser kleiner, künstlicher Baum (2012 gekauft) immer bereits am 1. Advent. Die Deko ist selbst gemacht. Die Kugeln habe ich selbst bemalt und die Sterne mühselig gebastelt.

leipziger-mama_weihnachten_dekoNatürlich wird auch noch weitere Deko aufgehangen bzw. aufgestellt.

leipziger-mama_weihnachten_deko_kalender

So gibt bereits seit 2012 einen selbst gebastelten Adventskalender. Der Inhalt variiert von Jahr zu Jahr.

Im 1. Jahr gab es Pixie-Bücher und Quetschbeutel. Dieses Jahr habe ich mich einen Abend hingesetzt und den Ninjago – Grüner Elementardrache auf die Säckchen verteilt. Jeden Morgen gibt es wieder Bauteile für die nächsten Schritte. Mittlerweile stehen schon die Schleuder und irgendso eine Wand aus dem Set hier rum. Der Drache hat zumindest schon einen Körper.

leipziger-mama_weihnachten_deko_stern

Neben unseren typischen Schwibbogen aus Johanngeorgenstadt (Heimat meines Herzens) habe ich noch so einen tollen Stern.

Die Geschichte dazu ist wieder mal ganz individuell. Denn der Stern war eine Bestechung 😀

Mein Mann hat für seine Handyspiele einen Facebook-Account. Jeder aus unserem Umfeld, weiß, dass er einen hat. Aber niemand kennt den dort verwendeten Namen. So versprach er seinen Kameraden und Freunden einen Kasten Bier für denjenigen, der ihn findet. So, versuchte man mich mit dem Stern zu bestechen. Pech! Kenne den Account selbst nicht 😀 Den Stern nahm ich dennoch gern an.

Unsere restliche Deko besteht aus Kleinigkeiten. Eine kleine Pyramide, ein langgezogener Adventskranz und die Amaryllis, die ich jedes Mal im Supermarkt mitnehme. Mehr nicht. Und schon weit mehr als mein Mann eigentlich in der Wohnung sehen mag.

Heiligabend, Feiertage und unsere Traditionen

Tja, unsere Traditionen. Dazu gehört schon mal die Verteilung der Tage. Wie oben und in meinem Post zum Gewinnspiel erwähnt, sind wir jeden Tag woanders.

Heiligabend verbringen wir zu dritt. Das machen wir so, seit der Kleine da ist. Davor verbrachten wir den Tag erst im Kreise der eigenen Familie und fuhren dann am späten Abend abwechselnd zu der jeweils anderen.

Aber ich finde es zu dritt und ganz in Ruhe so viel schöner.

An Heiligabend gibt es zu Mittag etwas leichtes zu Essen. Meist eine Suppe oder Nudeln. Dann wird das Kind ins Bett gesteckt. Nach seinem Mittagsschlaf machen wir meist einen kleinen Spaziergang durch das Viertel und wir raten wann denn der Weihnachtsmann endlich zu uns kommt.

Letztes Jahr war unser Sohn der festen Überzeugung, dass der Weihnachtsmann mit dem Hubschrauber kommt. Auch dieses Jahr glaubt er fest daran.

Was er dann meist nicht weiß: Der Weihnachtsmann war während seines Mittagsschlafes schon da!

Eigentlich wollte ich dieses Jahr einen Weihnachtsmann bestellen oder unseren Nachbarn darum bitten in diese Rolle zu schlüpfen. Aber leider fehlte mir dir Zeit für die Organisation. Und nun ist es leider schon zu spät dafür.

Ja, wir packen dann am späten Nachmittag ganz gemächlich die Geschenke aus.

Als ich noch ein Kind war, gab es die erst nach dem Abendessen. Aber wenn wir das auch so machen würden, könnte unser Kleiner erst sehr spät ins Bett und wäre auch enttäuscht, wenn er nicht gleich mit seinen Sachen spielen dürfte.

So erfreuen wir uns eben schon am Nachmittag daran uns zu beschenken.

Zum Abendessen gibt es bei uns Kartoffelbrei mit Bratwurst und Sauerkraut. Dazu noch zerlassene Butter als Soße. Ich vermisse aber die lose Bratwurst schon sehr. Das ist eine liebgewonnene Tradition aus meiner Kindheit. Leider konnte ich in Leipzig noch keinen Fleischer finden, der mir sowas verkaufen würde.

Unser Kleiner darf zu Heiligabend etwas länger wach bleiben. Spätestens 21 Uhr ist er dennoch im Bett. Dann machen wir es uns auf dem Sofa gemütlich und schauen uns – entweder direkt im TV oder als Aufnahme – Drei Haselnüsse für Aschenbrödl an. Den Text können wir natürlich synchron mitsprechen 😀

Am ersten Weihnachtsfeiertag geht es dann in aller frühe gut bepackt in die alte Heimat.

Achtung Spoiler: Leipzig ist unsere Wahlheimat! Wir stammen aus der Lausitz!

Je nachdem wer den Tag beansprucht hat, bei der Familie schlagen wir pünktlich zum Mittagessen auf. So richtige Traditionen gibt es dann dort nicht mehr. Das Essen variiert. Nicht alle Geschwister sind am selben Tagen wie man selbst da. Und man geht spazieren oder auch nicht.

Das einzige was zählt: Zeit mit der Familie.

Egal was wir machen, wir verbringen unsere Zeit mit Eltern, Geschwistern und wenn noch vorhanden Großeltern.

Oh, und natürlich den gut genährten Katzen 😀

So, das war nun extrem viel Text, wer sich das ersparen mag:

Zusammenfassung

  • Weihnachten beginnt bei uns bereits im November
  • Bratwurst zu Heiligabend
  • Ohne Aschenbrödl läuft nichts
  • Ein bißchen Deko muss sein
  • Der Weihnachtsmann kommt mit dem Hubschrauber!
  • In der Ruhe liegt die Kraft (dennoch bin ich schon jetzt extrem gestresst!)

In diesem Sinne…

Wir wünschen euch allen ein tolles, individuelles Weihnachtsfest im Kreise eurer Liebsten!