Ich hatte in meiner Jugend bis zum weit nach dem Ende meines Studiums eine wirklich starke Manga- und Anime-Phase. Ich verehre noch heute den Flair, den alles japanische mit sich bringt und konnte an „Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden“ nicht vorbeigehen.
Nicht nur, weil ich mir nicht mal ansatzweise vorstellen möchte wie eine Welt so ganz ohne Katzen aussähe, sondern auch weil mich eben die Denkweise der Japaner fasziniert.

Über “Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden” von Genki Kawamura

Ein junger Briefträger führt ein ruhiges, aber nicht wirklich aufregendes Leben als er überraschend erfährt, dass er an einen unheilbaren Hirntumor hat.
Sein Leben nimmt eine vollkommen neue Wendung als er nach Hause kommt und ein Mann vor ihm steht, der ihm selbst zum Verwechseln ähnlich sieht. Bis auf die Tatsache, dass er recht häufig im Urlaubslook vor ihm erscheint. Dieser Doppelgänger sagt ihm, dass er der Teufel wäre und mit ihm einen Pakt schließen möchte.

Für jeden Tag, den er länger leben möchte, muss eine Sache von der Welt verschwinden.

Welche, entscheidet der Teufel. Wer würde diesen Pakt nicht annehmen? Immerhin gibt es soviel unnützes Zeug auf der Welt. Also lässt sich der Briefträger auf dieses Geschäft ein.
Am Tag darauf verschwinden alle Telefone. Am zweiten Tag die Filme, am dritten alle Uhren. Als am vierten Tag alle Katzen verschwinden sollen, gebietet der Briefträger dem Teufel Einhalt. Und tut etwas völlig Überraschendes…
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"Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden" von Genki Kawamura | Hörbuch | Rezension

Meine Meinung zu “Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden” von Genki Kawamura

Eins vorweg: Wenn man mit der Art und Weise wie Japaner ihre Geschichten aufbauen überfordert ist, wird hier nur schwer in die Geschichte einsteigen können. Ich finde schon – ohne, dass ich es wirklich benennen kann – dass sie die Erzählweise stark von unserer deutschen abhebt.
Es war am Ende kaum zu glauben, dass die Katzen bereits am 4. Tag verschwinden sollten und wie der Teufel gerade das zu einer Herausforderung für unsere Hauptfigur gestaltete. Dabei wurde wirklich amüsant und für mich so realitätsnah getroffen, was eine Katze denken und tun würde. Aber pst…ich will nicht zu viel verraten.
Unser Briefträger musste in seinem Leben schon einen schweren Schicksalsschlag verkraften und ist scheinbar auch fast daran zerbrochen. Daher regt die ganze Geschichte deutlich mehr zum Nachdenken an. Hat er wirklich einen Hirntumor? Oder bildet er sich alles nur ein?
Vielleicht interpretiere ich aber auch zu viel hinein. Doch es regt einfach zum Nachdenken an. Wir nehmen heute Dinge viel wichtiger als die Menschen und die Zeit, die wir mit ihnen verbringen können. Erlebnisse rücken wegen Materiellem einfach in den Hintergrund. Daher finde ich dieses Hörbuch nach dem Buch von Genki Kawamura wunderbar zum Reinhören und Nachdenken. Es ist ideal für einen ruhigen Abend oder während der Hausarbeit.

Über den Autor Genki Kawamura

Genki Kawamura, 1979 in Yokohama geboren, ist ein japanischer Filmproduzent und hat mit seinem ersten Roman einen internationalen Bestseller vorgelegt, der auch erfolgreich verfilmt worden ist.

  • Bewertung
5

"Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden" von Genki Kawamura

Pro
– Regt zum Nachdenken an
– Man kann sich gut in die Hauptfigur und dessen Leiden hineinversetzen
– So einige Lacher sind auf der Seite der Katze 😉
– Keine Informationsflut – was die Hauptfigur beschäftigt kommt nach und nach heraus
Con
– Man sollte bereits mit der japanischen Erzählweise vertraut sein, um hier wirklich ein Lesevergnügen zu haben
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About the Author

Teilzeit-Alleinerziehend, Teilzeit-arbeitend, manchmal überfordert, Mama eines zuckersüßen Buben, Soldatenfrau, ein wenig verrückt und mit ganz viel Herz ausgestattet.

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