Durch Zufall wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Und wieder las ich etwas, was ich sonst niemals in die Hand genommen hätte.

Denn ich gebe es offen und ehrlich zu: Ich mag eigentlich Bücher von deutschen Autoren nicht.

Langsam ändert sich das aber. Immerhin habe ich auch „Die Dämonen von Ulsswater“ gelesen. Oder? 😉

„Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“ von Kristina Günak

In diesem Buch dreht sich im Grunde alles um Bea. Sie ist herzensgut, lässt sich leider ziemlich ausnutzen und kann nur schwer nein sagen. Sie arbeitet bereits seit mehreren Jahren für den Königstein Verlag in Braunschweig und ist hier ziemlich glücklich. In der Marketingabteilung, zwischen all den Liebesromanen 😉

Nur ist der Verlag nun in Schwierigkeiten. Wichtige Autoren sind abgesprungen, die Bücher verkaufen sich nicht erfolgreich genug. So kommt es, dass alle Hoffnungen an einem Autor hängen, dessen Buch auf den ersten Blick so gar nicht in die Richtung des Verlages zu passen scheint und der einfach nicht der umgänglichste Typ zu sein scheint. Plötzlich steht Bea vor der Aufgabe genau diesen Autor zu betreuen. Eine wahre Mammutaufgabe!

Meine Meinung zu „Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“

Ich war von der ersten bis zur letzten Seite begeistert!

Bereits am Anfang ist man voll in der Story drin. Denn schon im ersten Kapitel erhält Bea ihre Aufgabe und muss sich damit arrangieren den wohl schwierigisten Autor, den man sich vorstellen kann zu betreuen. Dabei hat sie selbst nicht mal sein hochgelobtes Buch gelesen. Das wird auch immer wieder auf unterscheidliche Weise betont. Aber es wird nicht nervig. Es zeigt einfach nur, dass Bea keine Zeit hat. Nicht mal zum Schlafen.

Dann ist da auch noch Beas recht große, zusammen gewürfelte Familie. Auch hier klemmt sie sich selbst viel zu sehr dahinter. Obwohl es genug Unterstützung geben würde. Aber das liegt auch daran, wie Bea selbst in diese Familie kam und wie sehr sie diese braucht, um sich sicher zu fühlen.

Dann kommt da Tim ins Spiel und bringt das wohl organisierte und doch so chaotische Leben von Bea durch einander. Der Schlagabtausch zwischen den beiden ist immer wieder lustig. Auch wenn er Bea scheinbar immer wieder in den Abgrund treibt. Besonders gut fand ich das Ende.

Es war viel Situationskomik dabei. Zum Beispiel „Bist du irre“, in einer schrägen Situation, was  mich zum Lachen brachte. Und auch: „Andere Menschen haben Kuscheltier oder Steine als Talisman. Ich habe…“ Nun ja, um zu erfahren was hier der Talisman ist, müsst ihr das Buch schon selbst lesen.

Ich denke, dass Kristina Günak hier wirklich was gelungen ist. Das Buch war fesselnd, Hatte kurze, schnell lesbare Kapitel. Und es war an keiner Stelle langweilig. Immer wieder tauchte man in die Gefühlswelt von Bea Weidemann ein.

Über die Autorin Kristina Günak

Von der Maklerin über die Mediatorin sowie den systematischen Coach zur Autorin von humorvollen Büchern. Bereits 2011 erschien ihr erstes Buch und Kristina Günak konnte sich in der Szene einen Namen machen. Es erscheinen auch Bücher unter ihrem Pseudonym Kristina Steffan.


Was ich an dieser Stelle mit erwähnen möchte – PapeGo

Bisher kannte ich das noch gar nicht. Mit PapeGo ist es möglich die Seite auf der man weiterlesen möchte mit einer speziellen App von Lyx zu knipsen und nahtlos auf dem Smartphone weiter zu lesen. Damit die App weiß um welches Buch und welche Seite es sich handelt, genügt es 3-5 Zeilen zu erfassen. Die App erkennt es dann automatisch.

An sich fand ich es klasse. Nur vergaß ich immer die letzte Seite zu scannen und letztendlich hatte ich das Buch so oder so dabei, wenn ich darin weiterlesen wollte.