Ich werde bald wieder Tante 🙂

Und jetzt wo ich so viel nähe, konnte ich meine Finger nicht davon lassen. Für das Baby, das mein Bruder und meine (angeheiratete) Schwester erwarten, musste ich direkt etwas nähen. Und ich konnte auch nicht mehr aufhören 😀 So entstand ein ganzes Sammelsurium an kleinen Präsenten für den Neuankömmling.

Heute zeige ich euch das erste, was ich fertig stellte. Die Windeltasche, die auch in Rucksack oder Handtasche passt.

Über den Schnitt „Kleine Windeltasche“

Das Schnittmuster zur kleinen Windeltasche kaufte ich mir bei Makerist. Wer das auch haben mag, klickt bitte hier.

Ich hatte mir wirklich lange und viele Schnittmuster angeschaut und mich letztendlich für diese aufgrund der vielen Fächer und der Nasstasche entschieden. Dass es ein Band für den Schnuller gibt, entdeckte ich erst beim Nähen selbst 😀

Es gibt hier ürbigens zwei Optionen für den Zuschnitt

Option 1: Papierschnittmuster

Das ist dabei und kann wie gewohnt gedruckt, geklebt und ausgeschnitten werden.

Option 2: Selber messen und zuschneiden

Es handelt sich bis auf die Klappe vorne um Rechtecke. In der Anleitung ist eine Seite, wo sämtliche Zuschnitte mit Maßangaben und entsprechendem Material hinterlegt sind. Und ja, ich habe diese Variante gewählt. Denn ich hatte kein Klebeband mehr im Haus. Nur die Rundung der Klappe von der Innentasche habe ich dem Papierschnitt entnommen. Ich kann einfach keine Kreise zeichnen.

Schneiden, Nähen und neues entdecken

Das Schneiden wurde dann zur Herausforderung. Mein Schneidemesser war – dank ein Mal abrutschen und über das Metalllineal schreddern  – plötzlich stumpf und machte nur noch minimal das was es sollte. Doch nach einer gewissen Geduldsprobe, viel fluchen und zeitgleichem Markieren um welche Stoffstücke es sich handelte, konnte ich mit dem Nähen beginnen.

Und hier erwartete mich das eine oder andere Neue.

Zum ersten Mal verarbeitete ich nun beschichtete Baumwolle. Diese soll wasserabweisend sein und bietet ein Fach in der Tasche in dem feuchte Sachen ohne große große Sauerei transportiert werden können. Zum Beispiel nachdem die Windel geplatzt ist – darin war unser Sohn ein wahrer Meister.

Und ich verarbeitete auch zum ersten Mal Paspelband. Vor dieser Anleitung kannte ich es gar nicht. Das Band ist der Wahnsinn und wird nun öfter bei mir zum Einsatz kommen.

Ich verarbeitete hier auch etwas wirklich sehr altes. Denn ich verfüge über einige der alten Nähsachen meiner Oma. Diese riss ich mir nach ihrem Tod unter den Nagel. So kam hier ein robustes Baumwollband für die Schnullerhalterung zum Einsatz. Ob die beiden Bald-Eltern das zu schätzen wissen weiß ich nicht. Mir bedeutet es jedenfalls jedes Mal etwas, wenn ich etwas von diesen Sachen hervorkrame und irgendwo mit einfließen lasse.

Zum Schnittmuster allgemein

Das war wirklich klasse. Step-by-Step und auch für Anfänger geeignet. Es wurde stets genau erklärt was zu machen ist und ab und an fand man auch rechts oder links der Anleitung einen Tipp was man ändern kann oder wie man etwas genau durchführen sollte. Dafür gibt es wirklich einen Daumen hoch. Denn nur wenige bereiten ihre Anleitungen so gut auf.

Ich konnte diese kleine Tasche in einem Rutsch an einem Nachmittag nähen. Nur das Organisieren von Paspelband, wasserfestem Stoff und dem Gummiband brauchten deutlich mehr Zeit.

Füllung auf Basis unserer Erfahrung

Natürlich wurde die Windeltasche später mit der passenden Füllung überreicht. Die besorgte ich zeitgleich mit dem Stoff und konnte diese immer mal zur Probe hinein stecken.

So wanderten Wundcreme von Weleda, DM Handdesinfektion und kleine Mülltüten in die kleinen Fächer. Links passten gut 2 Windeln in der Größe 2 und eine Packung DM Feuchttücher im Reiseformat hinein.

Highlight war aber der bei Amazon georderte Body. ‚*Bäuerchen* Prost Papa!‘ sorgte schon für eine Lacher und war einfach perfekt für das bay…äh fränkische Baby.

Hier nun ein paar Bilder zu dem Werk und dem Inhalt:

Besitzt ihr also ein klein wenig Geschick an der Nähmaschine und auch etwas Geduld, dann ist diese Schnitt – aber auch allgemein ein solches Nähprojekt – perfekt, um werdende Eltern damit zu überraschen.

Demnächst wird einer meiner Kollegen Papa. Vielleicht bekommt er auch so ein Täschchen 😉